Im Blick Grün in der Innenstadt

Jeder Baum mehr tut Gmünds Altstadt gut

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Michael Länge über Bäume auf dem Marktplatz.

Die Diskussion über Bäumeauf dem Marktplatz kann nur der Anfang einer Diskussion über viel mehr Grün in der Gmünder Innenstadt sein. Dabei ist beim Marktplatz heute schon klar: Es kann nicht mehr um die Frage gehen, ob dort Bäume gesetzt werden. Sondern nur noch um deren Anzahl. Bäume, dazu gibt es viele Zahlen, haben eine kühlende Wirkung. Sie entziehen der Luft Wärme, um in Blättern befindliches Wasser zu verdunsten. Dadurch kühlt die Luft ab. Wer in diesen Tagen auf dem offenen Feld joggt und von dort in einen Wald wechselt, spürt die kühlende Wirkung am eigenen Leib. Deshalb: Jeder Baum mehr tut dem steinernen und sich deshalb immer mehr erhitzenden Architekturmuseum Gmünd gut.

Mehrfach war an dieser Stelle die Rede vom Flächenverbrauch. Ob für das klimaneutral geplante Gewerbegebiet Aspen, ob für das Pflegeheim auf dem Rehnenhof, immer wieder braucht es dabei den Kompromiss. Dieser ist auch bei der Diskussion über Bäume auf dem Marktplatz erforderlich. Es muss kein Laubwald am Oberen Marktplatz sein. Aber klug gesetzte Bäume vom Marienbrunnen bis zum Unteren Marktplatz ermöglichen Feste und können Sonnenschirme der Gastronomen ersetzen, die mitnichten die kühlende Wirkung der Bäume haben.

Die 25 Händler und Gastronomen, die gegen eine „dichte Baumbepflanzung“ auf dem Marktplatz unterschrieben haben, mögen sich an den Stauferzug 2016 erinnern. Erdrückende Hitze in der Innenstadt. Die Zuschauer in großen Mengen blieben aus. Deshalb: Bäume verhindern nicht, dass Menschen in die Stadt kommen. Im Gegenteil: Sie steigern die Aufenthaltsqualität.

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