Klinik-Diskussion: Verliert der Gmünder Raum an Bedeutung?

+
Klinik-Diskussion: Raum Gmünd: Verlust an Bedeutung?
  • schließen

OB Arnold und Bürgermeisterin Eßwein hinterfragen Vorschlag des Landrats in Bezug auf Personal und Kosten.

Schwäbisch Gmünd. Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold und Mutlangens Bürgermeisterin Stephanie Eßwein wenden sich in einem Schreiben an Landrat Dr. Joachim Bläse. In dem Brief, den Arnold an diesem Mittwoch Gmünds Stadträten vorlegt, greifen der OB und die Bürgermeisterin die Frage vieler Bürger auf, „weshalb wir mit dem teuren Neubau eines Regionalversorgers bei Aalen und einer Abstufung der bestehenden Standorte zu Vor-Ort-Dienstleistern besser und billiger aufgestellt sind, als wenn wir die bestehenden, eingeführten und Stück für Stück inzwischen modernisierten und attraktiven Standorte für deutlich weniger Geld neu ordnen, neu aufteilen und aufwerten“. Die beiden weisen darauf hin, dass das Stauferklinikum mit 1400 Mitarbeitern „in unserer westlichen Raumschaft ein wirtschaftlich sehr wichtiges Unternehmen“ mit jährlich etwa 20 000 stationär und etwa 50 000 ambulant versorgten Patienten ein „bedeutender Gesundheitsdienstleister“ sei. Deshalb richten Arnold und Eßwein vier Fragen an Bläse:

Wie der Landrat mit seinem Vorschlag die medizinische Versorgung des westlichen Landkreises mit umfassender Notfallversorgung, jetzigem Pädiatriestandard und einer höchstens 30-minütigen Anfahrt zum Regionalversorger sicherstellt?

Wie mit Bläses Vorschlag nicht nur die jetzigen Mitarbeiter gehalten, sondern in deutlichem Umfang auch neue hinzugewonnen werden können? Und wie gewährleistet werden kann, dass diese flexibel an allen Standorten eingesetzt werden können?

Wie Bläse die Kostensituation einschätzt? Und welche Belastungen mit Bläses Vorschlag in den nächsten Jahren auf die Kommunen zukommen?

Ob Bläse den Bürgern zusichern könne, „dass die jetzige, breit aufgestellte und hochwertige medizinische Versorgung im Ostalbkreis insgesamt mit Ihrem Regionalversorgungskonzept gewährleistet und im besseren Fall noch ausgebaut wird?“

Mit den Fragen wollten sie zu einer Versachlichung der Gespräche beitragen, sagen Arnold und Eßwein. Denn die Diskussion der Klinikstandorte werde im Raum Gmünd „zunehmend mit der Sorge um eine Gewichtsverschiebung zugunsten des Ostens des Kreises in Verbindung gebracht“. Michael Länge

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare