OB will schnelle Verwirklichung des TSB-Sportparks

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Richard Arnold erläutert Stadträten Sachstand beim Vereinszentrum im Laichle und drängt auf Termin.
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Richard Arnold erläutert Stadträten Sachstand beim Vereinszentrum im Laichle und drängt auf Termin.

Schwäbisch Gmünd. Oberbürgermeister Richard Arnold hat am Mittwoch vor den Stadträten des Verwaltungsausschusses an den TSB Schwäbisch Gmünd appelliert, an das Sportzentrum im Laichle so schnell wie möglich einen Knopf zu machen. Arnold berichtete den Stadträten von dem Brief, den er am 2. September an den Vorstand des TSB geschickt hatte. Den Stadträten wollte der OB den „Sachstand“ erläutern. Bei der Entwicklung des TSB-Projektes in den vergangenen Jahren sieht der OB fünf Bausteine: die Entwicklung des Geländes in der Buchstraße, die Sanierung des Bestandsgebäudes im Laichle, die Bereitstellung der Infrastruktur fürs Sportzentrum, den Neubau des Sportplatzes und den Neubau des Sportzentrums. Das Projekt Laichle bettete Arnold dabei in die Gesamtentwicklung des Stadtteils Wetzgau/Rehnenhof ein, zu der er die Sanierung der Friedensschule für mehr als acht Millionen Euro und den Bau eines Dienstleistungszentrums durch die VGW für 10,6 Millionen Euro zählt, mit dem im Oktober begonnen werden soll. Dort wird ab 2024 auch das Bezirksamt untergebracht.

Ein „Haken dran“ sei an Bebauungsplan und Baugenehmigung für das frühere TSB-Gelände in der Buchstraße, sagte Arnold. Dieses hatte der TSB für 8,2 Millionen Euro verkauft. In die Sanierung des Bestandsgebäudes im Laichle habe die Stadt 260 000 Euro investiert. Für die Infrastruktur mit Wasser, Strom und Glasfaser habe die Stadt 380 000 Euro ausgegeben. Der Bebauungsplan für den neuen Sportplatz sei beschlossen. Für diesen Platz hatte die Stadt 1,6 Millionen Euro zugesagt, diese nach der Pandemie ihrer Finanzlage wegen wieder zurückgezogen. Für den Neubau des Sportzentrums liege dem TSB ein Erbbaurechtsvertrag vor, sagte Arnold weiter. Insgesamt habe die Stadt 1,1 Millionen Euro in das Projekt investiert. Er habe dem TSB einen Brief geschrieben - mit der Bitte um einen Termin, sagte der OB. Daraufhin habe er nur eine kurze Mail erhalten, dass der TSB Ende September entscheide, wann er sich im Oktober mit dem TSB zusammensetze. In dem Brief wies der OB darauf hin, dass die „bestehenden Händel keinen Wert“ hätten und sich der Rechtsstreit zwischen TSB, einer Anwaltskanzlei und einem Architekturbüro über Honorarforderungen in Millionenhöhe über Jahre hinziehen könnten. Deshalb wolle er dem TSB sagen: „Lassen Sie uns das Ding machen, aber ich komme ja nicht dazu.“ Denn an diesem Vorhaben hänge nicht nur der TSB dran, es gehe um den Gmünder Sport.

Mehrere Stadträte hakten da ein. Auch er hoffe auf einen guten Ausgang, sagte Sebastian Fritz (Die Linke). Doch man müsse nun auch die Seite des TSB hören. Der TSB sei davon ausgegangen, dass die Stadt den Sportplatz finanziere. Eine Kooperation zwischen dem TSB und dem FC Normannia schlug Brigitte Abele (BL) vor. Inhaltlich äußere sie sich nicht zum TSB, sagte Sigrid Heusel (SPD). Doch die Kontrahenten müssten zusammenfinden. Es gehe um den Breitensport, das Thema müsse so schnell wie möglich geklärt werden.     

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