Im Blick

Der Bau einer Wasserstoff-Produktion auf dem Gügling

+
Bernd Müller
  • schließen

Eigener Öko-Strom als nächster Teil im Gmünder Standort-Puzzle.

Die deutsche Autoindustrie hat bis vor zwei, drei Jahren vor allem abgewartet: Wieso denn gleich in großem Stil Elektroautos bauen? Lief ja alles prächtig. Wieso also E-Autos, wenn die aktuell viel mehr Stress bereiten als Geld bringen? Heute ist das Abwarten vorbei, der Rückstand auf Tesla offensichtlich.

Abwarten ist die falsche Strategie auch beim Wasserstoff. Die Richtung scheint unumkehrbar: Grüner Strom, grüner Wasserstoff, das werden die Haupt-Energieträger werden in den nächsten Jahrzehnten.

Darum ist es richtig, dass Gmünd so schnell wie möglich einsteigt in die Wasserstoff-Wirtschaft. Das sich die Stadt aktiv um einen Investor bemüht und den auch gefunden hat: Die französische Firma Lhyfe baut im Gewerbegebiet Gügling eine Produktionsstätte für Wasserstoff.

Wer auch in Zukunft attraktive Arbeitgeber haben und anlocken will, braucht die bekannten Puzzleteile gute Verkehrsanbindung und Gewerbeflächen. Und in Zukunft vor allem Energie. Energie, die CO2-neutral ist und am besten nicht aus fremden Ländern oder gar Diktaturen kommt, sondern sicher verfügbar, weil von hier.

Aspen ohne Wasserstoff ist nur die Hälfte wert, das ist den Gmündern klar: Aber: Wasserstoff ohne eigenen Öko-Strom auch. Das muss der nächste Schritt im Gmünder Standort-Puzzle sein: Öko-Strom, der nicht zugekauft werden muss, sondern aus der Region kommt. Von Gmündern Dächern, Solarparks – und auch von neuen Windrädern. Schnell, ohne Abwarten!

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare