Der Innenminister lobt die Kreativen

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Viele Kunstinteressierte erleben die Ausstellungseröffnung, im Bild in der vorderen Reihe Ingrid Hertfelder neben Innenminister Thomas Strobl, Landrat Dr. Joachim Bläse und OB Richard Arnold.
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Thomas Strobl kommt zur Ausstellungseröffnung „Kreative Köpfe“ von Ingrid Hertfelder in den Gmünder Kunstverein. Matinee unter freiem Himmel.

Schwäbisch Gmünd. Darauf haben Kunstinteressierte und Kunstverein lange gewartet: eine Ausstellung in Präsenz, eine Ausstellungseröffnung mit zahlreichen (prominenten) Gästen. Zu sehen gibt's „Kreative Köpfe“ der Fotokünstlerin Ingrid Hertfelder.

Baden-Württembergs stellvertretender Ministerpräsident Thomas Strobl kommt direkt aus Freiburg von der Konferenz der Innenminister, schätzt den lauen Sommerabend und den kulturellen Ausklang der Woche. „Hier darf ich Mensch sein“, sagt er, denn „Kunst und Kultur machen uns zum Menschen“. Kunst sei nicht nur etwas, „das eben so mitläuft“. Sie sei essenziell für unsere Existenz. Ein Ort, an dem sich die Herzen öffnen, aber auch verbunden mit hoher intellektueller Leistung. „Und beides zusammen ist das Schöne.“

Der Innenminister weist auf eine Besonderheit in Baden-Württemberg hin: „Die Menschen müssen nicht nach Stuttgart oder Berlin reisen, um Kunst zu erleben, wir haben sie überall in der Fläche.“ Dem Gmünder Kunstverein zollt er als einem der ältesten und größten im Land ein Lob. Und er sieht das bürgerschaftliche Engagement, das Zusammenhalt und Identität schaffe. Auch für „Kreative Köpfe“ stehe das Land, begründet in seiner Geschichte. Weil es „nix gab“, habe die Not erfinderisch gemacht, Leute wie Gottlieb Daimler oder Albert Einstein hervorgebracht.

Den Dank gibt Kunstvereins-Vorsitzender Professor Dr. Klaus Ripper an den Innenminister zurück. Die Kulturförderprogramme von Land und Bund seien für Kunstvereine von Bedeutung. Für Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold ist von Bedeutung, „dass wir jetzt mit Kunst und Kultur ins Leben zurückkehren“. Richard Arnold nennt „Kreative Köpfe“, die in der Ausstellung zu sehen sind. Unter ihnen auch den bisherigen Landrat Klaus Pavel, und freut sich, dass er zusammen mit seiner Frau Corinna Pavel gekommen ist. Dessen Nachfolger Dr. Joachim Bläse – in der Ausstellung sind alter und neuer Landrat nebeneinander zu sehen – zieht Parallelen zwischen dem Ausstellungstitel und dem Ostalbkreis, „einem Raum für Vielfalt und Patente“. „Kreative Köpfe braucht das Land“, sagt Museumsdirektor Dr. Max Tillmann, der in die Ausstellung einführt. Die Bilder, geschaffen „in malerischer altmeisterlicher Manier“ geben dennoch Antworten auf Fragen von besonderer Aktualität. Sie erzählten konkrete Geschichten über die Menschen. Er vergleicht Ingrid Hertfelders Werk mit dem Herlinde Koelbls, der Fotografin und Dokumentarfilmerin aus Lindau. Unter anderem fotografierte und interviewte Koelbl in einer Langzeitstudie bekannte deutsche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. Vor allem das Buch zur Ausstellung, in dem die Fotografierten zu Wort kommen, zeige Parallelen auf. Auch wenn das Porträt der Fotografin selbst nicht in der Ausstellung zu sehen sei, „zählt sie natürlich ganz besonders zu den Kreativen im Land“.

Die Fotokünstlerin selbst schätzt die Aufmerksamkeit, die ihr an diesem Abend begegnet, bedankt sich bei ihrem Team, ohne das die Ausstellung so nicht realisierbar gewesen wäre. Den musikalischen Beitrag des Abends leistet einer der „Kreativen Köpfe“, Ernst Mantel.

Hier darf ich Mensch sein.“

Thomas Strobl,, Innenminister

Ausstellung in

„Kreative Köpfe“ heißt die neue Ausstellung im Gmünder Kunstverein. Zu sehen sind zwei Mal 23 Porträts bekannter Gesichter der Region. Zur Halbzeit der Ausstellung am 16. Juli kommt der zweite Teil der Werke in die Galerie im Kornhaus. Zur Ausstellung erscheint ein Buch mit Porträts und Aussagen der Beteiligten. Und am Sonntag, 8. August, findet im Prediger ein Podium statt, mit dabei unter anderen Alfred Bast und Dr. Max Tillmann. kust

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