Der Mensch steht beim VdK im Mittelpunkt

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Doppelter Grund zur Freude: Der Sozialverband VdK feierte im Schönblick sein 75-jähriges Bestehen und das 25-jährige Jubiläum seines Kreisverbandsvorsitzenden Detlef Lemke (3.v.r.)
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Der VdK feiert im Schönblick 75 Jahre Kreisverband Schwäbisch Gmünd und das Jubiläum 25 Jahre Kreisvorsitzender Detlef Lemke. Was der Sozialverband alles bewirkt.

Schwäbisch Gmünd

Mit einem festlichen Programm feierte am Mittwoch der VdK-Verband der Kriegsversehrten im Schönblick sein 75-jähriges Jubiläum - und darüber hinaus das 25-jährige Jubiläum seines Kreisverbandsvorsitzenden Detlef Lemke.

Sehr erfreut zeigte sich Lemke über die große Anzahl der Mitglieder, die aktuell bei über 2,1 Millionen liegt. „Wir sind die Vertreter von Menschen in Notlagen“, beschreibt er die Hauptfunktion des Verbandes. So berate und vertrete man Menschen in sozialen Notlagen, Pflegebedürftige, von Altersarmut Bedrohte und andere Bedrohte. Deren Zahl werde immer größer. So zeigten sich auch in den Zeiten von Corona drastische Folgen, die Ungleichheit von Armut und Reichtum habe sich vergrößert. So stelle sich die Frage, was der VdK eigentlich tue. Er sorge dafür, dass durch Alter, Krankheit, Armut und Behinderungen in der Gesellschaft benachteiligte Menschen eine Lobby erführen. Der VdK stehe für einen weiterhin starken Sozialstaat. Denn fehle dieser, so seien fast alle Menschen davon betroffen.

„Es ist wichtig, Gutes zu tun“, stellte Oberbürgermeister Richard Arnold fest. Und genau das tue der VdK seit 75 Jahren. Inzwischen ein großer moderner Sozialverband, wende er sich gegen weiteren Sozialabbau im Land. „Er führt einen Kampf gegen die Armut“, so der OB. Darüber hinaus sorge er auch für Inklusion. Dies alles sei ohne ehrenamtliche Hilfe nicht umsetz- und leistbar. „Sie haben dazu viel geholfen“, wandte sich Arnold an Lemke. Denn seit 25 Jahren leite er den Kreisverband und zeige dabei ein überdurchschnittliches Maß an sozialem Engagement. Darüber hinaus sei es sein Verdienst, dass die Kreisverbände Gmünd und Aalen nicht zusammengelegt wurden. Und 2013 habe er das Bundesverdienstkreuz erhalten.

„Der VdK wurde in Stunden der Not geboren“, erklärte Julia Urtel, Dezernentin für Arbeit, Jugend, Soziales und Gesundheit im Landratsamt des Ostalbkreises. Aber er habe sich darüber hinaus weiter entwickelt und kümmere sich um viele Probleme. Die würden in den kommenden Jahren zunehmen. „Aber Benachteiligte müssen geschützt werden“, so Urtel. Und für diese wichtige Arbeit sei der VdK hervorragend aufgestellt.

Kompetenter Partner

„Für den VdK steht der Mensch im Mittelpunkt“, sagte Wolfram Reif, Leiter des Regionalzentrums Aalen der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. „Und ohne Ehrenamt ginge das nicht“, stellt er fest. Allerdings würden diese Helfer immer weniger. Dies sei eine große Herausforderung, denn auf diese Hilfe sei man angewiesen. Doch verfüge der Verband über ein gutes Netzwerk im Ostalbkreis und Lemke habe viel geholfen. „Wir tanzen oft nach seiner Pfeife“, so Reif, „meistens jedenfalls“. So wüssten die Sozialvertreter, was es gebe, und oft werde man gemeinsam aktiv. Jetzt handle es sich oft um Präventivmaßnahmen.

„Der Vdk kann nervig sein“, sagte Joachim Steck, Verbandsvorsitzender des VdK Baden-Württemberg, „aber er setzt sich für alle Menschen ein“. Und die Mitgliedsbeiträge seien niedrig. So könne sich jeder sein Recht leisten. Dafür sorge auch das Ehrenamt. „Wir tun es für die Gesellschaft“, so Steck. Denn ansonsten gäbe es in dieser Form keine Hilfe. „Der VdK ist wichtig und unverzichtbar“, sagt er, „und ein kompetenter Ansprechpartner“.

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