Der trockenste September in Schwäbisch Gmünd seit 1959

+
Kein seltenes Bild im September: Die Rems im Gmünder Stadtgarten führt nur wenig Wasser. Der Grund: Im gesamten Monat gab es nur wenig Niederschlag.

Kaum Niederschlag und viele Frühlingstage der Gmünder Wetterbeobachter Martin Klamt hat seine im September gesammelten Daten ausgewertet.

Schwäbisch Gmünd

Regenschirme waren im September nur noch seltene Begleiter“, sagt der Gmünder Wetterbeobachter Martin Klamt. Der Grund: Nach den von tiefem Druck geprägten Wetterlagen des Sommers 2021 übernahmen im September vor allem Hochdruckgebiete die Wetterregie. „Endlich ebbte auch das Waschküchenwetter mit Starkregenfällen ab“, so Martin Klamt. So hätten bei ruhiger sowie wolkenarmer Witterung Handschuhe und Übergangsjacke da und dort durch T-Shirts und Shorts ersetzt werden können.

Die mittlere Lufttemperatur, so hat es Klamt für den Gmünder Raum festgehalten, habe im September bei 16,0 Grad gelegen. Gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 sei er um 1,8 Grad zu warm und damit der wärmste September seit 2016 gewesen. Die Tagesmittelwerte schwankten zwischen 10,6 Grad (30. September) und 20,3 Grad (14. September).

Die Höchsttemperatur lag Martin Klamt zufolge an 23 Tagen über der 20 Grad Marke, damit habe es die meisten Frühlingstage seit 2006 und acht Tage mehr als gewöhnlich gegeben. Sommertage mit einem Höchstwert von 25 Grad und höher registrierte er an zehn Tagen, „genau doppelt so viele wie üblich“.

5,2 Grad im September

Niederschlag sei im September dagegen eine Seltenheit in Gmünder Raum gewesen, so habe es mit nur 9,4 Millimetern Höhe den zweittrockensten Nachkriegsseptember gegeben, ermittelte der Gmünder Wetterbeobachter. „Nur 1959 waren es mit 8 Millimetern noch weniger“, führt Klamt aus. Die Norm sei damit nur zu 14 Prozent erfüllt worden. Der Niederschlag fiel an nur sechs statt 15 Tagen, am 16. gab es mit 5,2 Millimetern die größte Tageshöhe.

Die tiefste Temperatur gab es in Schwäbisch Gmünd am 22. September mit 5,2 Grad, am Erdboden waren es 3,5 Grad.

Sonne gab es im September im Gmünder Raum an 237 Stunden, „das waren 148 Prozent der Norm“, so Klamt. Am längsten habe die Sonne am 2. September gescheint – 12,5 Stunden. Es war der drittsonnigste September seit Beobachtungsbeginn 1978.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare