Die Ermittlungen zum Brand der Autos gehen weiter

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Flammen schlagen aus mehreren, an einem Autohaus in der Marie-Curie-Straße, abgestellten Fahrzeugen. Am späten Abend waren mehrere Autos in Vollbrand geraten, die durch Feuerwehrleute gelöscht werden mussten. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandurs
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Noch gibt es keine Tatverdächtigen zum Brand von sechs BMWs am Autohaus Mulfinger in Gmünd.

Schwäbisch Gmünd. „Die wahrscheinlichste Ursache ist Brandstiftung“, berichtet Polizeisprecher Bernd Märkle zwei Tage nach dem Brand von sechs Autos auf dem Parkplatz des Autohauses Mulfinger in der Marie-Curie-Straße. Noch seien die Ermittlungen nicht abgeschlossen. Die Spurensicherung hat ihre Arbeit vor Ort beendet, aber noch nicht komplett ausgewertet. Dies kann laut Märkle noch mehrere Tage dauern.

Was war geschehen? Am Samstag gegen 22.30 Uhr hatten Zeugen die Feuerwehr alarmiert, weil mehrere Autos auf einem separaten Parkplatz des Autohauses brannten. Vier BMWs sind durch den Brand komplett zerstört worden, zwei weitere wurden so beschädigt, dass sie nicht mehr brauchbar sind. Die Gmünder Feuerwehr war mit 22 Feuerwehrleuten im Einsatz und löschte den Brand. Parallel dazu hatte die Polizei mit mehreren Streifenwagen nach den Tätern gefahndet, da sie schon am Samstag von Brandstiftung ausgegangen war. „Dass sich mehrere Fahrzeuge gleichzeitig einfach so entzünden, ist eher unwahrscheinlich“, sagt Polizeisprecher Thomas Krauss. Trotzdem könne die Polizei einen technischen Defekt bislang nicht komplett ausschließen. Zeugenhinweise sind noch Mangelware.

Verkaufsleiter Anton Schaaf ist indes froh, dass es beim Brand im Autohaus „nur materiellen Schaden“ gab und niemand verletzt wurde. Der Tagesbetrieb sei nicht eingeschränkt. Der Parkplatz, auf dem die ausgebrannten Autos stehen, liege etwas abseits. Bei den Fahrzeugen handele es sich um Gebrauchtwagen, so genannte Leasing-Rückläufer, die noch nicht verkauft worden waren.

Glück im Unglück: Der Feuerwehr war relativ schnell klar, dass es sich um herkömmliche Autos und nicht um Elektroautos handelte. Bei Elektroautos hätten die Löscharbeiten länger gedauert, erklärt Gmünds Feuerwehrkommandant Uwe Schubert. In der ersten Phase werden diese herkömmlich mit Wasser gelöscht. Gefahr gehe aber vom Akkublock aus, der heiß werden und sich entzünden könne. Brennende Elektroautos werden deshalb laut Schubert in der Regel in Phase zwei von einem Abschleppunternehmen in einen großen Container gestellt, den die Feuerwehr mit Wasser füllt. Dort verbleiben die Autos fünf bis zehn Tage zur Beobachtung, bis sie im Sondermüll landen. Dieses Thema beschäftige nicht nur die Feuerwehren, sondern Automobilhersteller, Werkstätten und Autohäuser. Die Feuerwehr erhalte regelmäßig Schulungen, auch zu Elektroautos, erläutert der Kommandant. Das Thema werde in den kommenden Jahren immer mehr Raum einnehmen. Marie Enßle

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