Die Umzugskisten stehen bereit

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Alle Einrichtungen im Augustinus-Gemeindehaus müssen wegen der bevorstehenden Sanierung weichen. Dekanin Ursula Richter stellt dafür sogar ihr eigenes Büro zur Verfügung und zieht ins Homeoffice. 
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Im Oktober beginnen die Sanierungsarbeiten im Augustinus-Gemeindehaus. Alle Büros müssen vorübergehend weichen.

Schwäbisch Gmünd. Mehr als Stühlerücken ist im Augustinus-Gemeindehaus angesagt. Wegen der bevorstehenden Sanierung müssen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umziehen, in benachbarte Gebäude, in freie Räume außerhalb der Innenstadt. „Wir organisieren jetzt die Phase der Interimszeit“, sagt Dekanin Ursula Richter im Gespräch mit der GT. Eine Sanierung unter laufendem Betrieb sei in diesem Fall nicht möglich. Inzwischen gibt es aber für alle im Augustinus-Gemeindehaus tätigen Einrichtungen neue Standorte. Die Umzugskartons müssen schon bald gepackt werden. Am 1. Oktober soll die Sanierung nach den Plänen des Gmünder Architekten Thomas Sonnentag starten. Das sind die neuen Standorte: 

Wir organisieren jetzt die Phase der Interimszeit.“

Ursula Richter,, Dekanin

Das Gemeindebüro findet Platz im Dekanatsamt in der Oberbettringer Straße. Die Dekanin stellt dafür ihr bisheriges Büro zur Verfügung und arbeitet im gleichen Gebäude im Homeoffice.

Kirchenpflege und Diakonie finden im Nachbargebäude, dem Pfarramt Augustinus, ihren Platz.

Der Schuldekan bleibt ganz in der Nähe. Er ist schon ins Backsteingebäude in der Oberbettringer Straße Straße eingezogen, in dem früher die Kirchenpflege war.

Das Jugendwerk bezieht das leer stehende Pfarrhaus in Lorch..

Die Mitarbeitervertretung erhält Räume in der „Arche“ in Bettringen.

Die Konfirmandengruppen nutzen die Obere Sakristei der Augustinuskirche.

Diese Interimszeit wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Die Kosten für die Sanierung liegen im Bereich von sechs Millionen Euro. Kirchenpfleger Eberhard Schmid und sein Team haben die Umzugsorganisation im Vorfeld begleitet. Wenn die Dekanin auf die Pandemiezeit zurückblickt, spricht sie von den Kernkompetenzen der Pfarrerinnen und Pfarrer. „Sie müssen Zeit haben für die Seelsorge, die Gottesdienste und den Unterricht“, sagt sie und bringt Erfahrungen aus den Corona-Zeiten mit. „So oft werde ich auf die „Impulse“ angesprochen, die täglich in der GT erscheinen“, sagt Ursula Richter.

Dank für „Impulse“

In einem Fall begegnete sie am Bahnhof einer Frau, die sich für die Beiträge bei ihr bedankte. Jeden Tag sende sie die Impulse an ihre im Norden lebende Mutter.Täglich neu ausgedruckt liegen Impulse auch in der Augustinuskirche auf. Die Dekanin weiß von einem Gemeindemitglied, das diese Anregung täglich auf dem Weg zur Arbeit, die ihn an der Kirche vorbeiführt, mitnimmt.

Ursula Richter versucht nun, Zeit fürs Wichtige freizuschaufeln. Vor allem bei der Verwaltung der Kitas. „Wir möchten eine überörtliche Kita-Trägerstruktur schaffen“, sagt sie. Immerhin gibt es im Kirchenbezirk, 44 Kitagruppen. Der Kirchenbezirksausschuss empfiehlt der beschließenden Bezirkssynode diesen Weg.. Personell möglich würde das durch den Verzicht auf die Besetzung einer Stelle in der Gemeindediakonie, die seit dem Wegzug von Doris Beck offen ist. Die Gemeindediakonie wird an anderer Stelle verstärkt. Die Landeskirche bezahlt auf Antrag Anteile an Diakonstellen für besondere Projekte. So gibt es für die Waldheim-Arbeit 0,25 Stellen und für den Ausbau des Religionsunterrichts für Erwachsene 0,5 Stellen. Diese Umschichtungen seien wertvoll auch in Bezug auf die Umsetzung des aktuellen Pfarrplans, durch den auf insgesamt 3,5 Stellen verzichtet werden muss. Am Ende bleibe so genügend Zeit für die Seelsorge.

Abschied von der alten Orgel

„Glücklich über die neue Orgel für die Augustinuskirche“ ist Dekanin Ursula Richter. Sie ist auch überwältigt von der Spendenfreudigkeit der Gesellschaft. Zu Beginn der Spendenaktion sei sie von einer viel längeren Anlaufphase ausgegangen. Inzwischen sind 680 000 der erforderlichen 740 000 Euro zusammen.
Der nächste Schritt ist der Abschied von der alten Orgel. Der soll in einem Gottesdienst am Sonntag, 5. September gefeiert werden. Die Orgel wird anschließend abgebaut – aber nicht entsorgt. Sie soll nach gründlicher Überholung in katholischen Kloster Wigry im Nordosten Polens weiter ihren Dienst tun. Ursula Richter ist schon gespannt darauf, wie das Instrument dort klingen wird und plant eine Orgelreise an den neuen Bestimmungsort. In Augustinus wird die neue Orgel der Firma Hermann Eule erst im Jahr 2023 zu hören sein. Ein kompletter Musikverzicht wird vermieden. So lange steht dort ein Flügel.

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