Gasthaus auf Zeiselberg wird verhandelt

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Der Zeiselberg in Gmünd.
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Stuttgarter Verwaltungsgericht setzt Termin auf Mitte Januar an. Kläger und Stadt bleiben bei ihrer Position.

Schwäbisch Gmünd. Das Verwaltungsgericht Stuttgart behandelt am Dienstag, 11. Januar, die Klage gegen die Baugenehmigung für das geplante Lokal auf dem Zeiselberg. Diese hatten die Zeiselberg-Anwohner Stanislaus Müller-Härlin und Frank Eißmann als Vertreter der Bürgerinitiative Zeiselberg erhoben. Eine Entscheidung jedoch werde an diesem Tag voraussichtlich nicht ergehen, sagte Dr. Samuel Thomas, Richter und Pressesprecher am Verwaltungsgericht, auf Anfrage der Gmünder Tagespost. Diese werde den Beteiligten in der Regel schriftlich zugestellt.

Müller-Härlin und Eißmann hatten ihre Klage im Juni 2020 gegen die Baugenehmigung für das Lokal eingereicht, das der Investor Andreas Kunz von der Untergröninger Lamm-Brauerei auf dem Zeiselberg bauen will. Im Vorfeld der Verhandlung hatten die Beteiligten Stellungnahmen eingereicht. Die Stadt Gmünd befürwortet das Gasthaus und hält die Baugenehmigung für rechtens. An dieser Haltung habe sich nichts geändert, sagte Stadtsprecher Markus Herrmann auf GT-Anfrage. „Es wird hier oben zu laut werden“, begründete Müller-Härlin am Montag auf GT-Anfrage die Klage. Die Lautstärke und die Emissionen seien in einem Wohngebiet nicht tragbar. Es gebe keine Parkplätze, weder für Autos noch für Fahrräder.

Die Geschichte des Gasthauses auf dem Zeiselberg hat inzwischen mehrere Jahre auf dem Buckel. Die Stadt hatte 2016 begonnen, einen Investor für ein Lokal auf dem Berg mit Blick über die Stadt zu finden. 2017 blieb Kunz als einer von sechs Interessenten übrig. Ein Jahr später verabschiedete der Gemeinderat einen Bebauungsplan für das Vorhaben. Wegen einiger Einwendungen besserte die Stadt den Plan nach. Der Gemeinderat verabschiedete diesen Plan Anfang 2019. Auf der Basis dieser Entscheidung erteilte die Stadt dem Investor die Baugenehmigung. Auf diese folgte die Klage.

Trotz der Klage hätte Andreas Kunz mit dem Bau beginnen können. Hätte das Verwaltungsgericht jedoch den Klägern recht gegeben, hätte Kunz den Bau auf eigene Kosten rückgängig machen müssen. Deshalb hat der Untergröninger Unternehmer von einem Baubeginn Abstand genommen. Und Hannes Barth, künftiger Pächter des Gasthauses, hat einmal mehr die Gäste aus einem Zelt an Bierbänken und Biertischen unter den Linden bewirtet. Michael Länge

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