Elf Monate warten auf Fördergelder für schnelles Internet in Gmünd

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Schnelles Internt für alle: Die „weißen Flecken“ im Gmünder Stadtgebiet sollen verschwinden.
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Die Stadt investiert, um rund 2500 Gebäude mit Glasfaser zu versorgen.

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt gibt Geld aus für schnelles Internet an Stellen, wo die Akteure des freien Markts dies nicht zur Verfügung stellen: Rund 2500 Gebäude sollen versorgt werden.

„Wir haben als Stadt Schwäbisch Gmünd die strategische Entscheidung getroffen: Glasfaser in jedes Haus“, sagte Wirtschaftsförderer Markus Hofmann vor dem Verwaltungsausschuss des Gmünder Gemeinderats. Mit dem Ausbau sollen so genannte „Weiße Flecken“ auf der imaginären Internet-Karte – Wohnplätze mit derzeit weniger als 30 Mbit/s Kapazität im Download – mit einem schnellen Internetzugang versorgt werden.

Rund 730000 Euro sollen im Rahmen eines Betreibermodells zunächst in die Planungsarbeit investiert werden, über die Auftragsvergabe an die s&p-Beratungs- und Planungsgesellschaft in Wiesbaden wird am kommenden Mittwoch der Gmünder Gemeinderat entscheiden. Die Stadt wird Eigentümer der Netzinfrastruktur, die GmündCOM der Netzanbieter sein. 90 Prozent der Kosten können mit   Fördergeldern von Bund und Land finanziert werden. Im Verwaltungsausschuss drängten die Gemeinderäte aufs Tempo – denn über das Weiße-Flecken-Problem ist schon vor Jahren diskutiert worden.  „Ich habe das Gefühl, dass wir schon weiter sein könnten“, sagte Martin Bläse von der CDU. „Ich bitte, das mit äußerstem Hochdruck anzugehen.“

„Wir mussten leider elf Monate warten, bis wir die Förderzusage vom Land bekommen haben“, erzählte Markus Hofmann. Nun wolle man „in die Planungsphase eintreten“. 2023 soll dann mit den Bauarbeiten begonnen werden. „Wir machen das so schnell wie möglich, und nach den weißen Flecken kommen die grauen Flecken“, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold.

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