Gmünder überzeugen bei Jugend musiziert

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Die Gmünder Vertreterinnen und Vertreter bei Jugend musiziert.
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Jannis Barth, Felix und Elias Möll mit ersten Preisen ausgezeichnet.

Schwäbisch Gmünd. Sie haben es alle geschafft aus Gmünd und um Gmünd herum. Alle, das heißt diejenigen, die sich Anfang Mai in der Musikschule Waldstetten in einem Vorspiel zeigten und eine Weiterleitung zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erhalten hatten.

Das waren Phillip Kühn, Percussion; Felix und Elias Möll, Klavier und Posaune; Amelie Hann, Viola, Pauline Hegele, Klavier; Yolanda Holy, Viola; Jara Veit, Kontrabaß, und Maike Pauline Wiemer, Klavier. Ebenfalls beim Bundeswettbewerb Jannis Barth, Posaune, begleitet von Martin Jiaan Sun.

In 1500 Wertungsspielen zeigten die Teilnehmenden ihr Können in Oldenburg vor einer 140-köpfigen Jury. Ein harter Wettbewerb, denn die Präsenzvorspiele zeigten, wie Jury-Vorsitzender Ulrich Rademacher erläuterte, ein hohes Niveau, voll großer Emotionen.
Philipp Kühn war mit großem Gepäck angereist: eigenes Marimbaphone und Percusssion musste er mitbringen. „Diesmal nur ein Ensemble!“, lachte Vater Kühn, „sonst mussten wir einen großen LKW anmieten.“ Beeindruckend wie präzise und klangvoll Phillipp mit seinen Schlägeln auf Fell und Tasten Tonträume entfachte.

Amelie Hann,Viola, und Pauline Hägele, Klavier, brachten mit dem Allegro von Bach, Sonate Nr. 2 D-Dur, „Nicht schnell“ aus Schumanns Märchenbildern und dem „Allegro moderato“ aus Schuberts „Arpeggione Sonate a-Moll“ ein ehrgeiziges Programm, in einfühlsamer Interpretation durch die Viola.

Dann absolvierten Jara Veit, Kontrabass, in der Klavierbegleitung von Maike Pauline Wiemer vier spannungsreiche Werke aus dem 18./19. /20. Jahrhundert. Sie spielten sich weit nach vorn in gut aufeinander abgestimmter Präsentation
Mit Zittern erwartete man die Wertung von Yolanda Holy, Viola, die von Eduard Sonderegger am Klavier begleitet wurde. Vorausgegangen war ein furioser Vortrag eines jungen Mannes, der alle Register zog und mit der Sonate C-Dur von Schostakowitsch endete. Yolanda brachte den Gegensatz. Fein interpretiert Schuberts „Arpeggione-Sonata a-Moll“, gefolgt von Paul Hindemiths „Meditation aus der Tanzlegende Nobilissima Visione“, um mit Robert Schumanns „Nicht schnell“ aus „Märchenbilder“ zu enden. Die Stücke fügten sich für Yolanda während des langen Einübens zu einer Geschichte vom Beginn des Lebens bis zum Ende und einer Anmutung von dem, was danach kommen könnte. Viele große Eindrücke, ein innerer Dialog, den Viola und Klavier illustrierten als geistige Realität, in der man sich neu orientieren muss. Das hinterließ tiefen Eindruck. Beim Publikum durch totale Stille und Zugewandtheit, von der Jury im Nachgespräch gewertet mit viel Lob zu Tiefe und Farbigkeit.
Fleiß, Konzentration und hohes Durchhaltevermögen war schon bei Regionalwettbewerb und Landeswettbewerb gefragt. Dann ging es in die Ziellinie für Oldenburg: Alle berichteten vom intensiven Üben. Ein großes Lob bei der anschließenden Preisnominierung: „Ihr seid die crème de la crème, weil ihr bis zum Bundeswettbewerb gekommen seid!“, so die Moderatorin. Denn nach diesem Wettbewerb gibt es keine Weiterleitung mehr.

Die Auszeichnungen der Gmünder Musiker und Musikerinnen

Philipp Kühn, 2. Preis; Felix und Elias Möll, 1. Preis; Amelie Hann, mit sehr gutem Erfolg teilgenommen, Pauline Hegele, 3. Preis; Yolanda Holy, 3. Preis; Jara Veit, Maike Pauline Wiemer, 2. Preis; Jannis Barth, Martin Jiaan Sun, 1. Preis.

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