Immer mehr Frauen ohne Wohnung

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„Es geht jetzt darum, das Angebot in St. Elisabeth auszubauen und das Gebäude zu erhalten.“ Dies sagt der Vorsitzende des Fördervereins St. Elisabeth, Clemens Beil.

Förderverein startet Spendenaktion für eine Erweiterung von St. Elisabeth.

Schwäbisch Gmünd. „Es geht jetzt darum, das Angebot in St. Elisabeth auszubauen und das Gebäude zu erhalten.“ Dies sagt der Vorsitzende des Fördervereins St. Elisabeth, Clemens Beil. Der Verein will dafür Spenden sammeln. Ziel sind 450 000 Euro. Denn die Stiftung Elisabethenpflege müsse das über 120 Jahre alte Gebäude in der Klösterlestraße dringend sanieren und die Caritas Ostwürttemberg wolle ihr Angebot für wohnungslose Menschen im Haus ausbauen. Es gehe darum, die Aufnahmekapazität im Haus St. Elisabeth zu erhöhen und durch eigene, getrennte Bereiche für Frauen und Männer im Aufnahmehaus eine neue Qualität schaffen, die es vor allem Frauen erleichtere, das Hilfeangebot in St. Elisabeth anzunehmen. „Das wollen wir mit aller Kraft unterstützen und hoffen deshalb auf eine große Hilfsbereitschaft aus der Bürgerschaft“, sagt Beil.

„Die Elektroinstallationen im Haus entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsvorschriften und müssen komplett erneuert werden“, erläutert Architekt Martin Boxriker, wo's klemmt. Ebenso sanierungsbedürftig seien die Sanitärinstallationen. Das Dach sei undicht. Die alte Ölheizung habe einen zu hohen Verbrauch und müsse durch eine modernere Anlage ersetzt werden. Zudem seien aufwändige Brandschutzmaßnahmen erforderlich, um die Sicherheit der Menschen im Haus zu erhöhen. „Da all dies die Stiftung Elisabethenpflege nicht aus eigener Kraft stemmen kann, müssen wir helfen“, so Beil. Er dankte für die bisherige Unterstützung in den vergangenen 25 Jahren durch Bürger, Firmen und Kirchengemeinden.

Barbara Walter, Fachleitung Soziale Hilfen bei der Caritas Ostwürttemberg berichtet, dass das Hilfeangebot von St. Elisabeth stark angenommen werde. Deshalb sei die im Rahmen des Umbaus geplante Erhöhung der Bettenzahl von 23 auf 30 eine sehr sinnvolle Maßnahme. Nach wir vor steige der Anteil wohnungsloser Frauen und liege jetzt in Gmünd bei 25 Prozent. „Deshalb ist die Trennung von Männer- und Frauenbereich im Aufnahmehaus für uns auch so wichtig“, betont Walter. Auch der Anteil junger Wohnungsloser bewege sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Gruppe der 18- bis 30-Jährigen bildeten einen Anteil von fast 35 Prozent. Fast 60 Prozent aller Wohnungslosen, die St. Elisabeth aufsuchten, kämen aus der Region.

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