Klosterhospiz vor der Eröffnung

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Die Gemeinderäte schauen sich die Räume des neuen Klosterhospizes in Schwäbisch Gmünd an. Im September sollen dort die ersten Gäste einziehen. Die acht Räume und der große Gemeinschaftsbereich sind weitestgehend fertig.
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Gemeinderat besichtigt die neue Einrichtung in Schwäbisch Gmünd. Jetzt unter dem Dach der Agnes-Philippine-Walter-Stiftung.

Klosterhospiz vor der Eröffnung

Klosterhospiz vor der Eröffnung
Klosterhospiz vor der Eröffnung © tom
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Schwäbisch Gmünd

Das neue Klosterhospiz steht jetzt auch auf solider rechtlicher Grundlage. Es ist eine Einrichtung der Agnes-Phlippine-Walter-Stiftung, die 2007 gegründet wurde. Darüber informierten die Stiftungsvorstände Schwester Benedicta Ewald und Manfred Welzel den Gmünder Gemeinderat, der vor seiner Sitzung einen Blick in die neuen Hospizräume werfen konnte.

Im September werden die ersten Gäste erwartet, die acht Räume und der großzügige Gemeinschaftsbereich sind weitgehend fertiggestellt. Viel Licht, viel Natur, das hat sich Architekt Heinz M. Springmann auf die Fahnen geschrieben. So münden alle acht Gästeräume in einen Ausblick nach Süden, auf einen grünen Hang, auf Bäume und Himmel. Lichtkanäle transportieren Sonnenlicht auch an Stellen im Gebäude, die im Innern liegen. Springmann schätzt die Nähe zwischen Kloster und Hospiz, hat die Anlage auch räumlich verbunden. Der Architekt „krönt“ seine Laufbahn mit dem Bau des Klosterhospizes. Mit 70 denke er daran, sich aus dem Beruf zurückzuziehen. Er habe sich mit einer neuen Bauform beschäftigen können, „die ältesten Hospizgebäude im Land sind gerade zwölf Jahre alt“. In der Region gibt es neben dem Klosterhospiz in Schwäbisch Gmünd noch Einrichtungen in Aalen-Ebnat und in Ellwangen.

Erster Bürgermeister Christian Baron sieht im Klosterhospiz „das Maximum an Würde, das möglich ist“. Er freut sich auch über das große Interesse, das Menschen in der Region der neuen Einrichtung entgegenbringen.

Ein Interesse, das sich Manfred Welzel auf Dauer wünscht. Unterm Strich müssten im Jahr zwischen 100 000 und 200 000 Euro aufgebracht werden, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden. „Ohne Spenden wird das nicht möglich sein“, sagt Manfred Welzel. Inzwischen ist auch die Mitarbeiterschaft weitgehend komplett. Für das Hospiz sind 12,35 Vollzeitstellen genehmigt. Sie sind aber verteilt auf 15 bis 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Glücklich sind Schwester Benedicta Ewald und Manfred Welzel über die jetzt geschaffene Rechtsform. „Wir haben eine Stiftung auf Ewigkeit“, sagt er. Sie sei so ausgestattet, dass ein Betrieb „dauerhaft möglich ist“. Und dauerhaft positive Signale ausstrahlt: auch durch die Kunst. Drei große Textilobjekte der Plochinger Künstlerin Verena Könekamp ziehen die Blicke auf sich. In hellem Blütengelb abgestuft und mit Bibeltexten ergänzt, die Schwester Benedicta und die Künstlerin ausgewählt haben. Einen festen Platz hat auch schon das Triptychon der Gmünder Künstlerin Monika Baumhauer. „Da schließt sich der Kreis“, sagt Schwester Benedicta Ewald. Von Vater Sepp Baumhauer stammt die Skulptur des Heiligen Franziskus, die am Eingang zur Klosterkirche zu sehen ist. Ein festlicher Einweihungsgottesdienst folgt am Sonntag, 22. August. Dann wird es auch Besichtigungsmöglichkeiten geben.

Agnes Philippine Walter gründete im Jahr 1902 als junge Arztwitwe eine Gebetsgemeinschaft im Dritten Orden des heiligen Franziskus und brachte ihr Vermögen mit ein. Aus diesen Anfängen entwickelte sich die Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung St. Canisius und in deren Fortführung die Franz von Assisi-Gesellschaft. Als die Schwesterngemeinschaft ihre Einrichtungen an diese übergaben, gründete sie 2007 eine gemeinnützige Stiftung mit dem Namen der Gründerin Agnes Philippine Walter.

Das Maximum an Würde, das möglich ist.“

Christian Baron,, Erster Bürgermeister

Die Gesichter zum neuen Klosterhospiz

Das Klosterhospiz in Schwäbisch Gmünd steht kurz vor der Eröffnung. Am 1. September sollen die ersten Gäste einziehen. Schon jetzt lässt sich die Einrichtung mit Gesichtern verbinden.

Die Leitung übernimmt Manfred Kurz, der Theologie und Sozialpädagogik studiert hat, aus Hüttlingen stammt und Erfahrungen als Einrichtungsleiter, im Aufbau mehrgliedriger Seniorenzentren mitbringt. Er hat sich in seiner Abschlussarbeit mit der „Entwicklung einer Kultur des Lebens und Sterbens in der stationären Altenhilfe“ beschäftigt. Er ist Autor des Buchs „Kranke und Sterbende begleiten“ und wünscht sich, „dass die Gäste trotz aller Beschwerden, Sorgen und Ängste den Aufenthalt im Hospiz als Geschenkt erfahren, auf ihr Leben dankbar zurückschauen dürfen und so vom irdischen Leben getrost loslassen können.

Die Pflegedienstleitung übernimmt Daniela Kley aus Mögglingen. Sie war bisher in der Pflegedienstleitung der stationären Altenhilfe tätig und sieht in der neuen Stelle „eine sehr sinnvolle Aufgabe. Im Klosterhospiz wird in erster Linie gelebt“, sagt Daniela Kley. kust

Manfred Kurz
Daniela Kley

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