Konkurrenz bringt die Musikschüler weiter

+
JDie Vorbereitungen für den Wettbewerb "Jugend musiziert" laufen auf Hochtouren.
  • schließen

Die Vorbereitungen für den 59. Wettbewerb laufen auf Hochtouren. Was Lehrer und Schüler davon halten. Maskenpflicht außer während des Spiels.

Schwäbisch Gmünd

Die Vorbereitungen für den 59. Wettbewerb „Jugend musiziert“ laufen auf Hochtouren. Der Regionalwettbewerb, erste Stufe vor Landes- und Bundeswettbewerb, findet von Freitag, 28. Januar, bis Sonntag, 30. Januar, in den Musikschulen Aalen und Waldstetten (Schlagzeug) statt. Insgesamt 89 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind hierfür aus Ostwürttemberg gemeldet, informierte Nadine Vossler, die die Organisation von der Musikschulakademie auf der Kapfenburg aus betreut. Die Anmeldezahlen seien geringer als sonst. Die große Frage für alle Teilnehmenden, Spiel mit Maske oder ohne, wurde nun beantwortet. Der Landesmusikrat legte eine Maskenpflicht fest für alle Anwesenden in kleiner Anzahl. Die Teilnehmenden dürfen nur bei ihrem Vorspiel die Maske abnehmen.

Die Musikschule Schwäbisch Gmünd schickt 20 Wettbewerber. Das ist ein knappes Viertel aller Teilnehmenden aus Ostwürttemberg. Schulleiter Friedemann Gramm erläuterte, dass alle froh darüber sind, dass dieser Wettbewerb im Gegensatz zum letzten Jahr in Präsenz durchgeführt werden kann. Schülerinnen und Schüler melden sich selbst zum Wettbewerb oder ihre Instrumentallehrer/innen schlagen es ihnen vor.

Durchhalten

Die Vorbereitungen für den Wettbewerb fordern viel Zeit zum Üben und großes Durchhaltevermögen von Instrumentalisten und Lehrkräften. Katja Trenkler, Lena Kuhn und Andreas Kümmerle von der Gmünder Musikschule äußerten sich so: Bei Katja Trenkler, Klavier, laufen die Vorbereitungen seit einem Dreivierteljahr. Das bringe viel Positives für die Teilnehmenden. Sie machen große Fortschritte, erwerben große Perfektion durch intensive Vorbereitung und Vorspiele, entwickeln soziale Fähigkeiten. Trenkler schickt drei Duos in den Wettbewerb. Hier suchen sich Spieler Partner, aus dieser Zusammenarbeit entstünden häufig Freundschaften. Viel zusätzliche Zeit, sogar in den Ferien, ist Voraussetzung. Auch für Lehrer und Lehrerin: „Das wird natürlich nicht bezahlt, sondern von uns zusätzlich geleistet.“

Auf die Frage, ob sich solch eine Belastung lohne, kommt als spontane Antwort: „Man bekommt als Lehrer viel zurück:Begeisterung und gegenseitiges Beflügeln.“

Lena Kuhn, ehemalige Schülerin der Städtischen Musikschule, steht kurz vor dem Ende des Musikstudiums und vertritt seit November Marina Sonderegger voll Engagement und Begeisterung im Fach Violine. „Als Lehrer steht man auf der anderen Seite und fragt sich: Wie erkläre ich eine schwierige Stelle eines Werkes, während für den Schüler, die Schülerin gilt: Ich muss diese Stelle schaffen.“

Andreas Kümmerle schickt die einzigen Teilnehmer der Kategorie Zupfensemble (Gitarre) aus dem Ostalbkreis in den Wettbewerb: Ein Schüler-Trio mit elf und zwölf Jahren, und ein Schülerinnen-Duo, 14 und 15 Jahre alt. „Es ist wichtig, auf ein Projekt hinzuarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler haben ein wichtiges Ziel vor Augen.“ Seine Aufgabe sieht er darin, sie vorwärts zu bringen, an die Grenze ihrer technischen Möglichkeiten.

Und so sehen einige der Teilnehmerinnen den Wettbewerb „Jugend musiziert“:

Yolanda (18, Viola): „Ich vergesse alles andere, wenn ich mich auf die Musik beim Spielen konzentriere. Es ist viel Arbeit, aber zu schaffen. Ich komme weiter, weil ich ein Ziel vor Augen habe.“

Annika (13, Viola): „Es ist mein zweiter Wettbewerb. Es ist schon ein heftiges Üben. Aber ich habe gelernt, wenn man nicht aufgibt, kann man erreichen, was man will.“

Mahya (10, Violine): „Ich will das, weil es angeboten wird. Ich mag es, zu gewinnen!“ Mit mehr Unterricht habe sie kein Problem: „Man muss immer eine gute Einstellung haben.“

Maike (13, Violine) hat bereits drei Mal am Violin- und zwei Mal erfolgreich am Klavierwettbewerb teilgenommen: „Es macht Spaß, sich vorzubereiten mit der Begleitung. Man macht viele Fortschritte in der Auseinandersetzung mit dem Stück. Man lernt, sich in einem längeren Zeitraum zu konzentrieren und Geduld aufzubringen für schwere Stellen.“

Ich habe gelernt, wenn man nicht aufgibt, kann man erreichen, was man will.“

Annika,, Musikschülerin
Jugend musiziert
Jugend musiziert
Jugend musiziert
Jugend musiziert

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare