Mehr Platz für alternative Energien nötig

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Bauausschuss diskutiert den Entwurf des neuen Flächennutzungsplans.

Schwäbisch Gmünd. Wo möchte die Stadt in den nächsten Jahren bauen oder Bauvorhaben zulassen, welche Flächen sollen frei bleiben? Diese Informationen hält der Flächennutzungsplan (FNP) für die Stadt Gmünd und die Gemeinde Waldstetten fest, der derzeit für die Zeit bis 2025 aufgestellt wird. Bei der Beratung darüber im Bauausschuss kochte am Mittwoch wieder der Konflikt darüber hoch, wie viel Landverbrauch sich Gmünd noch leisten kann. Man müsse mit Fläche sparsam umgehen, aber ein Null-Flächenverbrauch sei unrealistisch, meinte CDU Stadtrat Martin Bläse. Linke-Stadtrat Andreas Benk konterte, irgendwann werde es zwangsläufig einen Null-Flächenverbrauch geben, weil keine Fläche mehr übrig sei.

Weitgehend einig waren sich die Stadträte dagegen darüber, dass die Stadt wesentlich mehr Flächen für die Gewinnung erneuerbarer Energie zur Verfügung stellen muss. Oberbürgermeister Richard Arnold berichtete, dass mehrere Landwirte der Stadt Flächen für Photovoltaikanlagen angeboten haben. Gerade im Bereich Bettringen gebe es viele solcher Angebote. Die Ausweisung solcher Flächen müsse aber strukturiert angegangen werden. Arnold sprach sich für ein separates Verfahren aus, während Stadtrat Benk es gerne in die Aufstellung des Flächennutzungsplans integrieren würde.

Biotope vernetzen

Für die CDU, so Martin Bläse, hätten Flächen für Handel und Gewerbe hohe Priorität. Er sagte, dass zwei Lindacher Firmen abwandern, weil sie keinen Bauplatz am Ort bekommen konnten. Sein Fraktionskollege Christof Preiß meinte, dass die Bautätigkeit ohnehin schon bald drastisch zurückgehen werde. Karl Miller (Grüne) kritisierte, dass die Stadt keine Flächen ausweise, die sie der Natur zurückgebe oder ökologisch aufwerte. Möglich seien zum Bei- Schutzbereiche am Klarenberg oder in Bettringen. In diesem Zusammenhang kündigte OB Arnold an, dass es Anfang Juli Info-Abende gebe, in denen über die Möglichkeiten der Vernetzung von Biotopstrukturen informiert werden. Das wolle die Stadt stärker angehen. Johannes Zengerle (SPD) und Peter Vatheuer (FDP/FW) lobten lobten, dass die Stadtteile bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans gut eingebunden worden seien. Jeder Ortschaftsrat konnte eigene Vorschläge für die Planung einbringen. Ullrich Dombrowski (Bürgerliste) fand es „ehrgeizig“, jetzt einen Plan aufzustellen, der bis 2035 gelten soll.

Der Leiter des Amts für Stadtenwicklung, Gerhard Hackner, hatte die Stadträten nochmals erläutert, wie die Stadt den Entwurf des neuen Flächennutzungsplans aufgestellt hat. Ihren Vorentwurf habe sie allen Ortschaftsräten vorgelegt. Deren Vorschläge hätten die Fläche, die zur Nutzung vorgemerkt werden soll, nochmals um 20 Hektar erhöht. Vor allem sei mehr Fläche für Gewerbegebiete angemeldet worden. Für die Stadtverwaltung, versicherte Hackner, habe die Innenentwicklung der Innenstadt und der Stadtteile Priorität.

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