Münster-Portal ohne Gerüst

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Paul Waldenmaier und Adelheid Maria Weber freuen sich über den Abschluss der Renovierung am Hauptportal des Münsters. Weitere Arbeiten warten schon auf die Münsterbauhütte.
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Schäden rund um den Parlerbau sorgen für Arbeit von mindestens zehn Jahren. Kreuzblume an der Nordseite in die Tiefe gestürzt.

Sanierungsarbeiten am Münster

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Sanierungsarbeiten am Münster © Mayr, Thomas
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Sanierungsarbeiten am Münster © Mayr, Thomas

Schwäbisch Gmünd

Knapp ein Jahr mussten Besucherinnen und Besucher des Heilig-Kreuz-Münsters auf den Zugang durchs Westportal verzichten, jetzt ist dort das Gerüst wieder abgebaut. Grund für die Sanierung: Salz hat ganze Arbeit geleistet. Der untere Bereich des Sockels, auf dem die Madonna mit dem Kind steht, war „vom Salz zerfressen“, wie es Münster-Architekt Paul Waldenmaier ausdrückt. Schäden durch Frost, Hitze und auch Sturm finden sich an vielen weiteren Stellen des Münsters. Gravierend sind Schäden an der Nordseite. Wasserspeier und Viale mussten zum Teil notgesichert werden (siehe Kasten).

Aktuell wurde der zweite Bauabschnitt begonnen, mit Arbeiten im nordwestlichen Bereich des Chors. Insgesamt sind nach aktuellem Stand elf Bauabschnitte geplant. „Damit sind wir auf jeden Fall mindestens zehn Jahre beschäftigt“, so Paul Waldenmaier. Der Blick auf die nun wieder sichtbare Westfassade zeigt viele helle Stellen im Mauerwerk und lenkt damit von den eigentlichen Arbeiten ab, die jetzt fertig wurden. Adelheid Maria Weber, die Leiterin der Münsterbauhütte und die Mitarbeiter waren vor allem mit den Fugen mit den alten und harten Zementfüllungen beschäftigt. Die könnten, so vermutet es die Materialprüfungsanstalt der Uni Stuttgart, sogar für die Salzbildung mit verantwortlich sein. Dieser Zement wurde entfernt. An vielen Stellen hat das Team um Adelheid Maria Weber auch sogenannte Vierungen eingebaut, steinerne Ersatzstücke aus Sandstein, die an noch feste Teile eines Steinquaders angedockt wurden.

Nichts mehr zu retten gab‘s am Sockelstein der Säule der Pfeilermadonna. Adelheid Maria Weber: „Klaus Bilo hat nach Rekonstruktionszeichnungen einen neuen Sockelstein gefertigt, der Ende März eingesetzt wurde. Besonders schwierig waren nach Worten Paul Waldenmaiers Arbeiten am Blendmaßwerk über dem Hauptportal. Dort misst das Mauerwerk an einigen Stellen vielleicht zwei Handbreiten. „Und auf der Innenseite ist an der Stelle die Schutzmantelmadonna, die auf keinen Fall Schaden nehmen durfte.“ Der Versuch, die kleinen Konsolfiguren zu reinigen, wurde sogar ganz aufgegeben. Bei Proben wurden darunterliegende alte Farbfassungen entdeckt. Beim Reinigen mit einem Laser wären die zerstört worden.

Arbeiten an Fugen, Ausbesserung von defekten Quadern, diese Arbeiten laufen am Chor weiter. Adelheid Maria Weber rechnet mit dem Abschluss des zweiten Bauabschnitts im Frühjahr 2022. Dann wandert das Gerüst auf die Südseite. Das Konzept für die Sanierung des Treppenturms steht. Besonders reparaturbedürftig ist nach Worten Paul Waldenmaiers der Turmhelm, der bei der großen 30 Jahre dauernden Münsterrenovierung nicht gemacht wurde. Jahr für Jahr dürften dabei rund 500 000 Euro in die Erhaltung des Parler-Baus fließen.

Zur Finanzierung ist die Münstergemeinde auch auf Spenden angewiesen. Kontonummern: Kreissparkasse Ostalb IBAN: DE 34 614500500 440000103, Volksbank Schwäbisch Gmünd IBAN:DE 74 613901400 116500000.

Vom Salz zerfressen.“

Paul Waldenmaier, zu Schäden am Münster
  • Notsicherung für Wasserspeier
  • Glück im Unglück beim Sturm am 29. Juni in Schwäbisch Gmünd: Auf der Münster-Nordseite ist eine Kreuzblume von einer Viale abgebrochen und zu Boden gestürzt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Rasch wurde das in der Nähe befindliche Gerüst um einige Meter erweitert, um den Schaden zu beheben. Eine weitere Gefährdung von oben haben die Fachleute jetzt erst einmal beseitigt. Eine andere lockere Kreuzblume wurde abgenommen.
    Die Begehung mit dem Hubsteiger zeigte nun Schäden an mehreren Wasserspeiern der Nordseite. „Wir habenwirklich starke Schäden entdeckt“, sagt Münster-Architekt Paul Waldenmaier. Ganz besonders der Wasserspeier in Form eines Schweins hat gelitten: Gelbe Gurte, eine Armierung mit einer Stahlstange und Schwerlastanker halten den gut 500 Kilogramm schweren Stein an Ort und Stelle. Weitere Wasserspeier wurden mit Gurtengesichert. Adelheid Maria Weber und Paul Waldenmaier sind sich einig,dass die Wasserspeier in den nächsten Jahren komplett erneuert werden müssen. Dazu verwendet die Münsterbauhütte Obernkirchner Sandstein, der aus der Nähe von Hannover kommt. kust

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