Nach Weihnachtsmarkt-Absage: Stadt will Marktleuten helfen

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Nach der Absage des Weihnachtsmarktes will die Stadt Gmünd die Standbetreiber unterstützen.
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OB redet mit Gmünder Abgeordneten und schreibt an die Landesregierung.

Schwäbisch Gmünd. Nach der Absage des Weihnachtsmarktes will die Stadt Gmünd die Standbetreiber unterstützen. Dazu wendet sich Oberbürgermeister Richard Arnold mit einem Schreiben an die Landesregierung. Zudem spricht er die drei Gmünder Abgeordneten Martina Häusler (Grüne), Tim Bückner (CDU) und Ruben Rupp (AfD) an. Dies sagte Stadtsprecher Markus Herrmann am Mittwoch. „Am Ende des Tages sind das Land und der Bund auch in der Verantwortung, dass die Menschen, die zwei Jahre nichts gekriegt haben, auch Geld bekommen“, sagte Herrmann. Denn ein Weihnachtsmarkt sei nicht nur „Glühweinsaufen“. Sondern da hänge ganz schön viel dran. Es gehe auch darum, eine Tradition zu erhalten. Deshalb muss „vor Weihnachten Geld auf den Tisch“, sagte der Stadtsprecher. Die Stadt begrüße, dass sich auch der Städtetag und die Interessensvertretung der Standbetreiber und Schausteller um das Thema kümmerten. Auch der Landkreistag könne sich einbringen, richtete Herrmann einen Appell an die Landkreise. Zudem habe die Stadtverwaltung bei dem Thema die Unterstützung aller Fraktionen des Gemeinderates hinter sich.

Herrmann reagierte zudem auf zwei Anregungen von GT-Lesern. Werner Schlummer hatte vorgeschlagen, die Stände als „Erinnerung und Mahnmal“ stehen zu lassen., um so „Mitverantwortung zu verdeutlichen. GT-Leser Armin Piesker schlug vor, den Standbetreibern Verkaufsfläche in der Stadt anzubieten, „nicht in dem geballten Maß des Aufeinandersitzens“, sondern „mit deutlichem Abstand“. „Wen wollen wir mahnen?“, fragte Herrmann zu Schlummers Vorschlag. Er sagte voraus, dass die Buden spätestens nach acht Tagen vom Vandalismus betroffen seien.

„Auch weit auseinanderstehende Buden sind ein Weihnachtsmarkt“, sagte der Stadtsprecher zu Pieskers Vorschlag. Die Rahmenbedingungen seien dann dieselben, und 2G+ gehe nicht. Die Stadt werde aber schauen, ob sie für die Standbetreiber, die in der Stadt keinen Laden haben, einen Einzelstandort oder einen Leerstand finde. Dieser müsse dann aber kontrollierbar sein, und er dürfe kein Magnet sein. Die Stadt recherchiere aktuell mögliche Einzelstandorte und Leerstände, und erfrage bei den Standbetreibern wer an einer solche Lösung Interesse hat.

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