Neue Station fürs Naturatum

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Ein Steinpilz aus Eichenholz steht nun im Naturatum. Spenderin Rosemarie Schwarzkopf und Oberbürgermeister Richard Arnold mit den Stiftungsräten der FAGUS-Stiftung Wolf Noack, Thomas Bulling, Steffen Alt und Dominik Rettenmeyer freuen sich über das Objekt.
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Zwischen Himmelsgarten und Erdenreich gibt’s nun im Taubental einen neuen Hingucker. Rosemarie Schwarzkopf spendet 420-Kilo-Holzskulptur für Pilzstation.

Schwäbisch Gmünd

Er ist groß, er wiegt 420 Kilogramm, ist zwar nicht essbar, aber er fühlt sich gut an. Zumindest für denjenigen, der mit der Hand drüber streicht. Die Rede ist von einem großen, aus Holz geschnitzten Steinpilz, den Rosemarie Schwarzkopf nun für die Pilzstation im Naturatum gespendet hat.

Ein Künstler aus dem Berchtesgadener Land hat den geschaffen, und die Mitarbeiter von Forst BW haben diesen nun witterungsbeständig ausstaffiert. Zudem bekam er ein Fundament, damit man sich bestens gegen ihn lehnen kann. Letzteres probierte Oberbürgermeister Richard Arnold bei der offiziellen Präsentation der neuen Pilzstation im Naturatum natürlich auch sogleich zwinkernd aus.

Die Pilzstation wurde als letzte der über 30 Hingucker im Taubental 2019 fertiggestellt. Als Stiftungsrat der FAGUS-Stiftung, die Dieter Paul gegründet hat, sprach Steffen Alt der Spenderin seinen Dank aus. Er erinnerte daran, dass es Dieter Pauls großes Ziel gewesen war, den einst 1971 geschaffenen Waldpfad im Taubental zu erneuern. Um so viele Themen rund um Tierwelt, Wald, Pflanzen und den Forst zu ergründen und darüber zu informieren.

Die Pilzstation, die die Besucher im Wald begrüßt - gleich als zweite Attraktion vom Himmelsgarten kommend, hatte Rosemarie Schwarzkopf initiiert. Sie widmet sich den insgesamt 600 Pilzarten, die es im Taubental gibt. „Dankenswerterweise wurden die 600 Pilzarten durch den Naturkundeverein dokumentiert und kartiert“, informierte Wolf Noack als Stiftungsrat der FAGUS-Stiftung. Und erntete hier das Kopfnicken der beide anderen Stiftungsratskollegen Dominik Rettenmeyer und Thomas Bulling. Zumal die Stiftung die Ansätze der Waldpädagogik rund um Schwäbisch Gmünd weiterführt und jegliche Initiative für den Wald und seine Vielfalt begrüßt.

„Das ist nun das letzte Puzzlestück, das im Naturatum gelegt werden konnte“, beschrieb OB Arnold das große bürgerschaftliche Engagement. „Das Naturatum ist ein gutes Beispiel für Bürgerinitiative und ein wertvoller Bestandteil des Taubentals“. Die neue Pilzstation zeige wieder einmal, dass „die Landesgartenschau keine Eintagsfliege war, sondern nachhaltig ist“.

So habe sich auch das einstige Waldpavillon zum waldpädagogischen Zentrum entwickelt, erinnerte Arnold und versicherte, „wir haben begriffen, was Nachhaltigkeit bedeutet.“ Besonders freue ihn dabei, dass die Bürgerschaft diese Nachhaltigkeit, verdeutlichte Arnold. Daher müsse man der Bürgerschaft auch kreative Entwicklungsspielräume geben. Die Stadt wolle nichts „anordnen oder überstülpen“, sondern dieses Engagement „professionell und positiv begleiten“. Der OB beschrieb: „Wir brauchen dieses Klima.“

Zudem machte Richard Arnold deutlich, dass es bereits in der Vergangenheit große Beispiele gebe, was eine engagierte Bürgerinitiative alles vollbringt. Etwa gegen alle Widerstände den Bau des Münsters. „Es war nicht die Stadt und nicht die Kirche, die sich für den Bau starkmachte. Sondern 3000 Bürger.“

Wolf Noack wiederum bezeichnete die Pilzstation als „super Idee“, da es um ein Thema gehe, das sich im Wald wiederfinde. Pilze seien im Wald wertvoll und sie hätten einen direkten Lebensbezug zum Menschen, der sich beim Pilze essen „den Wald einverleibe“.

Wir haben begriffen, was Nachhaltigkeit bedeutet.“

Richard Arnold,, Oberbürgermeister

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