Stadtgarten soll nachhaltiger werden

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Touristik & Marketing-Geschäftsführer Markus Herrmann, Interimsbetriebsleiter Jonas Grill, Lehrer Bernd List, Interimsbetriebsleiterin Susanne Wolf, Mobilitätsbeauftragte Anja Tamm, Bürgermeister Christian Baron und Gastronomiepächter Fabian Verdenik (v. l.) beim Congress Centrum Stadtgarten.
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Bienenvölker, Begrünung im Inneren, klimaneutraler Strom und digitale Kapazitäten: Im CCS tut sich was. Dabei übernehmen einzelne Partner einzelne Aufgaben.

Schwäbisch Gmünd

Grüner, nachhaltiger, digitaler. „Es gibt viele Neuigkeiten rund um den Stadtgarten“, sagt Gmünds Erster Bürgermeister Christian Baron. Tatsächlich: Im Congress Centrum Stadtgarten (CCS)gibt es in Kürze unter anderem sechs eigene Bienenvölker, eine Photovoltaikanlage, die 29 Haushalte pro Jahr versorgen könnte, und Pläne, das Grün des Stadtgartens auch in das Gebäude zu holen. Für digitale Veranstaltungen möchte das CCS auch künftig gewappnet sein.

Bienenvölker: „Wir haben auch das Thema Bienen- und Insektenschutz auf der Tagesordnung“, sagt Baron. Insgesamt sechs Bienenvölker sollen auf dem Dach des CCS heimisch werden. Und eigenen Honig für die Bewirtung liefern. Die Klasse 6a der Werkrealschule in St. Josef sorgte unter der Leitung von Lehrer Bernd List für die Bienenbehausungen. Für ihn ein guter Weg, Kinder für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. „Da können wir schon kleine Bausteine mit den Kindern bewegen.“

Photovoltaikanlage (PV): Auch in Sachen Energiegewinnung werde das CCS nachhaltiger. In Zusammenarbeit mit den Gmünder Stadtwerken wird Strom künftig über eine PV-Anlage erzeugt. „Die Anlage macht ungefähr 100 000 Kilowattstunden im Jahr“, erklärt Andreas Büchelmaier, bei den Stadtwerken im Technischen Vertrieb tätig. Zum Vergleich: Ein Haushalt brauche etwa 3 000 Kilowattstunden im Jahr. Auf dem Papier könne die Anlage also rund 29 Haushalte jährlich versorgen. Je nach Bedarf nutze das CCS den erzeugten Strom selbst oder speise ihn in das Stromnetz ein. Die Anlage könne das CCS allerdings nicht vollständig versorgen. Alles, was über die Leistung der PV-Anlage hinausgehe, werde von den Stadtwerken gedeckt.

Klimaneutrale Stromerzeugung ist nicht nur den Verantwortlichen wichtig. Auch zum Beispiel Firmen seien zunehmend daran interessiert, klimaneutrale Veranstaltungen abzuhalten, sagt Jonas Grill, Interimsbetriebsleiter des CCS.

Ladesäulen: „Die werden selbstverständlich auch aus der Photovoltaikanlage gespeist“, versichert Stadtwerke-Chef Peter Ernst. Denn am Außenparkplatz des CCS seien Lademöglichkeiten für sieben Elektrofahrzeuge geplant. „Wir haben eine Aussicht auf eine 100-Prozent-Förderung“, sagt die städtische Mobilitätsbeauftragte Anja Tamm. Dafür müsse der Antrag beim Projekt „LINOx BW“ noch durchgehen. Diese Ladestellen sollen „halböffentliche Ladepunkte“ werden. Das bedeutet, dass sie zum Beispiel zeitweise ausschließlich für CCS-Besucher reserviert sind und zeitweise für andere Nutzer. Genaue Pläne dafür gebe es noch nicht. Die Ladesäulen könnten im Herbst bereits Realität sein.

Begrünung: „Es ist nur logisch, dass wir das Grün auch in den Stadtgarten hereinholen“, sagt Grill. Aktuell ist der Innenbereich des CCS von grauem Beton geprägt. „Da könnte ich mir auf jeden Fall vorstellen, dass wir eine grüne, vertikale Pflanzenwand anbringen.“ Diese solle nicht nur für eine angenehme Atmosphäre im Gebäude sorgen, sondern könne auch der Akustik dienlich sein.

Digitale Veranstaltungen: Auch über die Pandemie hinaus wolle man im CCS für digitale Veranstaltungen vorbereitet sein. So könne man zum Beispiel aus einer großen Firmentagung viele kleine, örtlich voneinander getrennte Tagungen machen. Über das Internet können diese dann zu einer großen Veranstaltung zusammenwachsen. Dabei solle die „GmündCOM“ tätig sein.

Es ist nur logisch, dass wir das Grün auch in den Stadtgarten hereinholen.“

Jonas Grill, Interimsbetriebsleiter des CCS

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