Tests im Test: „Maximal eine viertel Stunde Wartezeit“

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Mit überschaubarer Wartezeit: Teststation des DRK auf dem Gmünder Marktplatz.
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Wie passen Angebot und gestiegene Nachfrage zueinander: ein Blick auf Corona-Teststationen in Gmünd und Umgebung.

Schwäbisch Gmünd

Elisabeth Beisswenger schaut nur mal, sie fotografiert das Schild, auf dem die Öffnungszeiten der DRK-Teststation am Marktplatz stehen. „Meine Schwester aus der Schweiz kommt bald zu Besuch, deshalb habe ich mich informiert“, sagt die Heubacherin. Was sie sieht, schaut unproblematisch aus: Es ist eine kleine Gruppe, die vor dem weißen Zelt wartet auf einen Corona-Test oder auf das Ergebnis. „Maximal eine viertel Stunde Wartezeit“ müsse man hier in Kauf nehmen, sagt Theodoros Balaouras, der Schichtleiter im DRK-Zelt. Manchmal geht’s auch deutlich schneller, der Zulauf sei sehr unterschiedlich, „es geht in Intervallen“ erzählt der DRKler. „Ich bin gleich dran gekommen“, sagt eine Frau aus Durlangen, die auf ihr Ergebnis wartet. Der Grund für ihren Test: „Ich muss alle zwei Wochen ins Krankenhaus, dort gilt schon länger 2G plus.“ Die meisten neuen Aufträge bringe die neue 3G-Regel am Arbeitsplatz, so ist Balaouras' Erfahrung. „Außerdem kommen Leute, die verreisen wollen“, fügt er hinzu. Nur ein kleiner Teil der Menschen komme, „weil sie es wissen wollen“.

Anders als an der Gmünder DRK-Station ist die Lage bei Angela Paleologu, die in ihrer Mögglinger Fußpflegepraxis auch Corona-Tests anbietet. „Ich muss ehrlich sagen: Ich bin überlastet. Seit 3G am Arbeitsplatz gilt, kommt das Telefon nicht zur Ruhe.“ In den letzten zwei Tagen habe sie rund 50 Tests gemacht, und das alleine. „Einige Terminanfragen musste ich auch ablehnen, sonst wäre ich bis um 22 Uhr in der Praxis gewesen.“ Vielleicht spielt auch die Lage Mögglingens an der Hauptverkehrsachse B29 eine Rolle: Sie habe sogar Anrufe aus Schorndorf und Nördlingen bekommen, erzählt Angela Paleologu.

In Gmünd scheinen Angebot und Nachfrage besser zusammenzugehen. Von der Teststation im Taubental berichtet eine Mitarbeiterin, dass seit Dienstag deutlich mehr los sei, aber es „nicht zu großen Warteschlangen“ komme. Am Testzelt am Kalten Markt ein ähnliches Bild: Sechs, sieben Leute stehen am Donnerstag um die Mittagszeit in der Kälte und warten bis sie dran kommen.

Markus Herrmann, der Gmünder Stadtsprecher, sieht keinen akuten Handlungsbedarf, indem sich die Stadtverwaltung – wie beim Impfen - zur Steigerung des Angebots einschaltet. „Wir beobachten das die nächsten Tage, wir warten ab, wie es sich entwickelt“, sagt Herrmann. Für den Fall der Fälle sei dann das DRK „unser erster Ansprechpartner“.

Schaffen die das überhaupt, wo so viele DRKler nun beim Impfen im Einsatz sind? „Das kriege wir hin“, sagt DRK-Geschäftsführer Steffen Alt. „Das sind getrennte Teams, einige von den Leuten, die bei uns testen, sind von Anfang an dabei und wollen gar nicht zum Impfen wechseln.“ Auch Tests habe man genug. Alt: „Wir beim DRK sehen das als Grundversorgung an.“

Die meisten neuen Aufträge bringt die 3G-Regel am Arbeitsplatz."

Theodoros Balaouras, Schichtleiter DRK-Teststation
  • Info: Teststationen im Überblick auf www.ostalbkreis.de
  • Mehr als 100 Teststationen im Ostalbkreis sind aktuell auf der Homepage der Kreisverwaltung aufgelistet. Mindestens einmal pro Woche werde die Liste aktualisiert, versichert Susanne Dietterle vom Landratsamt, manchmal auch häufiger. Dennoch könne sie „keine Gewähr“ übernehmen: „Im Zweifelsfall sollte man bei den Test-Anbietern nachfragen.“

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