Theater stemmt sich gegen Corona-Beschränkungen

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Saison 2021/2022 ohne Spielabsagen.  Das neue Programm startet am 29. September. Eintrittspreise bleiben gleich.

Schwäbisch Gmünd

Die neue Theater- und Musiktheater-Spielzeit in Schwäbisch Gmünd sendet positive Signale voraus: trotz rasant steigender Inflation gelten für die Saison 2022/2023  die alten Preise. Das Theatervergnügen gibt es regulär schon ab 12 Euro, vergünstigt sogar ab 6 Euro. Auch Corona soll den Kulturkonsum nicht verhindern. In der vergangenen Spielzeit konnten alle zehn geplanten Aufführungen im Congress Centrum Stadtgarten stattfinden. „Wenn auch mit hohem Einsatz“, sagt der Leiter des Kulturbüros, Ralph Häcker. Glücklich ist er über die staatliche Förderung. Aus dem Programm „Neustart Kultur“ gab‘s 32 000 Euro, aktuell fließen weitere 22 000 Euro. Die (Corona)Erfahrungen nimmt man mit  in die neue Saison, die am 29. September mit „Madame Butterfly“ des Theaters Pforzheim beginnen wird. 

Fünf Stücke in der Reihe Sprechtheater stehen auf dem Programm, fünf zählen zum Musiktheater. Zwei Mal können sich Interessierte auf Gastspiele  im Prediger freuen, der Festsaal bietet dort Kammertheater-Atmosphäre. Zum Auftakt (20. Oktober) gibt‘s schwerere Kost:  „Ökozid“ ist „eine neue Form des spielerischen Dokumentartheaters“, sagt Corina Zorniger vom Kulturbüro bei der Präsentation. Das Gerichtsdrama von Andres Veiel und Jutta Doberstein stellt im Jahr 2034 die Frage, wer für den umkehrbaren Klimawandel verantwortlich ist. Vielleicht spielt bei der Aufführung auch eine örtliche Umweltorganisation eine Rolle. Das Landestheater Tübingen greift im Stück „Vom Wert des Leberkäsweckles“ (2. Dezember) die Lebensgeschichte von Walter Jens auf. „Ein aktuelles Stück, bei 1,6 Millionen an Demenz erkrankten Menschen in Deutschland“, so Corina Zorniger. Szenenwechsel: Schwäbisch Hall im Sommer 1944, im Freibad tummelt sich eine Clique 15-Jähriger, es dreht sich alles  um Musik und Mädchen. In „Die Freibadclique“ (2. Februar) geht es rasch um die Schrecken des Krieges, zu dem sie wenig später eingezogen werden. Weiter im Programm das Theater Lindenhof mit „Der Brandner Kaspar kehrt zurück“ (8. März) und „The Black Rider – The Casting of the Magic Bullets“ mit Star-Regisseur Robert Wilson (6. Mai).

Unbeschwerter geht es meist in den Beiträgen der Reihe Musiktheater zur Sache. Auf „Madame Butterfly“ folgt am 29. November „Coppelia“. Dabei spielt die von E.T.A. Hoffmann formulierte Idee einer menschengleichen Puppe die Rolle. Die Produktion kommt vom Ballett der Tatarischen Staatsoper Kasan.  Dann am 17. März die Aufführung „Nurejew“ mit dem Tanztheater Pforzheim und der Badischen Philharmonie. Es ist die Geschichte  um den gefeierten Weltstar des Balletts und eine der prägendsten Tanz-Figuren   des 20. Jahrhunderts, es geht um Erfolge, aber auch um Widersprüche. Die United Dance Company, im Vorjahr das Ensemble mit den besten Besucherzahlen der Saison in Schwäbisch Gmünd, bringt ihr neues Stück „Moving on“ (26. April) auf die Bühne. Der Bogen spann sich vom klassischen Ballett zum Modern Dance, vom Jazztanz zu Musical-Interpretationen. Zum Saisonabschluss zeigt sich am 16. Mai das Theater Pforzheim mit Tschaikowskys „Eugen Onegin“ - die traurige Geschichte, bei der gleich zwei Liebespaare aus unglücklichen Umständen nicht zusammenkommen.  Was Ralph Häcker bei dieser Aufführung besonders schätzt: der persönliche Auftritt von Generalmusikdirektor Robin Davis. 

Zwei Mal bietet sich der Prediger als Aufführungsort:  „New York Marathon“ (30. Oktober) der Landesbühne Esslingen und „Sophie Scholl: Allen Gewalten zum Trotz sich erhalten“ am 26. Januar. 


Karten für die neue Spielzeit gibt es im i-Punkt, (07171)6034125. Die Preise beginnen regulär bei 12 Euro (Theater) und 17 Euro (Musiktheater). Das preisgünstigste Theaterabo kostet 42 Euro.

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