Wohnen in Mutlangen jetzt teurer als in Gmünd

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Der neue gemeinsame Mietspiegel von Gmünd und vielen seiner umliegenden Gemeinden zeigt eine deutliche Steigerung.
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Der neue gemeinsame Mietspiegel von Gmünd und vielen seiner umliegenden Gemeinden zeigt eine deutliche Steigerung: Mieten sind über 10 Prozent höher als vor vier Jahren.

Schwäbisch Gmünd. In Mutlangen ist die durchschnittlich bezahlte Wohnungsmiete um gut 18 Prozent gestiegen in den letzten vier Jahren. Das ist ein Ergebnis des neuen Mietspiegels für Schwäbisch Gmünd und viele seiner Umlandgemeinden, einem Gebiet mit insgesamt 120000 Einwohnern. Für die aktualisierte Version des Mietspiegels sind von Januar bis Februar 2022 tausende zufällig ausgewählte Haushalte schriftlich befragt worden. 1240 Fragebögen sind letztlich ausgewertet worden.

Am teuersten lebt es sich für Mieter in Mutlangen: Für eine kleine Wohnung mit 30 bis 40 Quadratmetern und einem neuen Baujahr muss man dort im Schnitt rund 11 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Für eine 80-Quadratmeter-Wohnung mit Baujahr 2018 oder jünger werden dort im Schnitt 9 Euro je Quadratmeter verlangt. Die Zahlen im Mietspiegel beziehen sich jeweils auf die monatlichen Nettomieten ohne Energie- und andere Nebenkosten.

Während in Mutlangen, wo insgesamt 59 Mietverträge in der Stichprobe waren, die Steigerung mehr als 18 Prozent betrug, liegt der Wert in den anderen Gemeinden fast gleichauf bei jeweils rund 10 Prozent. In Schwäbisch Gmünd etwa stieg die Durchschnittsmiete im untersuchten Vierjahreszeitraum von 6,68 Euro je Quadratmeter auf 7,39 Euro. Teurer als in Gmünd ist, wie 2018 schon, das Wohnen in Lorch, dort sind es aktuell 7,61 Euro Durchschnittsmiete. Mutlangen, wo eine Mietwohnung vor vier Jahren noch etwas günstiger war als in Gmünd, ist an seiner Nachbarstadt vorbeigezogen – auf 7,81 Euro je Quadratmeter. Günstiger lebt es sich in Waldstetten und den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein mit jeweils rund 7 Euro je Quadratmeter (7,05 und 7,07 Euro), die sechs untersuchten Gemeinden von der Frickenhofer Höhe und dem Leintal liegen bei 6,68 Euro Durchschnittsmiete.

Der neue Mietspiegel, der ab 1. Juli veröffentlicht wird und dann offiziell gilt, soll Gemeinden, Bürgern, Banken, Immobilienfirmen und deren Interessensvertretungen genaue und aktuelle Daten zur Lage am Wohnungsmarkt bieten; er wird dazu alle zwei Jahre aktualisiert. Ein Mietspiegel gilt als das zuverlässigste Instrument, um die so genannte ortsübliche Vergleichsmiete zu ermitteln.

Die Erstellung des neuen Mietspiegels durch das Institut für empirische Marktanalysen aus dem bayerischen Sinzing hat rund 80000 Euro gekostet, das Stuttgarter Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen fördert das Projekt mit 30000 Euro, so dass die beteiligten Gemeinden noch 50000 Euro aufwenden müssen.

 Der Anteil der Stadt Gmünd von gut 27000 Euro soll durch finanzielle Unterstützung von Akteuren am Mietmarkt, unter anderem der VGW, dem Siedlungswerk und dem Bauverein, auf rund 20000 Euro reduziert werden.

Der „Gemeinsame Qualifizierte Mietspiegel“ gilt für die Städte Schwäbisch Gmünd, Lorch und Heubach, die Gemeinden Mutlangen und Waldstetten sowie fünf Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein (Bartholomä, Böbingen, Heubach, Heuchlingen und Mögglingen) und sechs Orte aus dem Bereich Leintal-Frickenhofer Höhe: Eschach, Göggingen, Iggingen, Leinzell, Obergröningen und Schechingen.

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