Zwischen Lampenfieber und Applaus

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Sie sind unterschiedlich alt und spielen die verschiedensten Instrumente - was die Jugendlichen eint, ist Fleiß, Können und die Liebe zur Musik.
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Was die Künstlerinnen und Künstler in der zweiten Auflage der Musikschul-Jubiläumsreihe „Junge Talente“ im Festsaal des Predigers an glanzvollen Beiträgen zu bieten hatten.

Schwäbisch Gmünd

Schon zum zweiten Mal sorgten „Junge Talente“ der Städtischen Musikschule für ein klangvolles Sonntagabendkonzert in der Veranstaltungsreihe zum Jubiläum „50 Jahre Musikschule“, diesmal im Festsaal des Predigers.

Erster Bürgermeister Christian Baron dankte Friedemann Gramm, dem Leiter der Musikschule, für die Erinnerung, dass es „sein“ erstes Musikschul-Konzert sei. Seine Freude darüber sei groß, besonders deshalb, weil man so lange auf kulturelle Veranstaltungen habe verzichten müssen, und deshalb die jungen Talente keine Möglichkeit hatten, sich zu zeigen.

Baron sagte weiter, er sei dankbar, dass sich die jungen Leute trotzdem angestrengt haben, ihr Talent im Üben weiterzuentwickeln. Doch es brauche auch den Auftritt, das Lampenfieber und den Applaus. Ein besonderer Dank gelte aber auch den Eltern und Verwandten, die die jungen Menschen dabei unterstützen.

Es traten Schülerinnen und Schüler auf, die ein Stipendium der Erika-Künzel-Stiftung haben oder eines des Fördervereins der Musikschule. „Aber sie sind auch Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, engagieren sich als Begleiter für andere und sind immer präsent“, lobte Friedemann Gramm.

Laura Gross, Posaune, und Pauline Hägele, Klavier, spielten „Romanze für Posaune und Klavier“ des Romantikers Carl Maria von Weber. Ein sich wunderbar ergänzendes Duo, fein abgestimmt auf einander. Laura Gross zeigte, in wie vielfältigen Ausdrucksformen eine Posaune erklingen kann. Noch ein Fußbänkchen brauchte es für die Unterstützung von Klavierbegleiter Jonas Schröder für Karla Hägele. Die Violinistin wusste hoch konzentriert Andante und Allegro der „Sonatine G-Dur“ von Moritz Hauptmann empfindsam zu spielen.

Einen Klangwechsel brachte das Gitarrenduo Emilia Büttner und Selma Prechtl. Sie zeigten, wie klassisch schön interpretiert die „Serenata“ von José Ferrer y Esteve klingen kann. Die beiden erfüllten den Festsaal mit perlenden Klängen. Als seltenes Werk kündigte Moderator Friedemann Gramm den nächsten Beitrag an. Mit den „Tango- Études pour Flûtes seule No 3“ zeigte Lena Ocker eindrücklich, wie viele Möglichkeiten in einer Querflöte stecken, wenn sie so überzeugend gespielt wird wie hier.

Dann erklang Ludwig van Beethovens „Opus 10, Nr 2, Allegretto und Presto“. Amelie Hann am Klavier zeigte Virtuosität und Einfühlungsvermögen in ihrem Vortrag, den sie hoch konzentriert und gekonnt farbig interpretierte.

Zum ersten Mal waren Jara Veit, Kontrabass, und Maike Wiemer, Klavier, gemeinsam im Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ aufgetreten und haben einen Preis erhalten. Gut aufeinander abgestimmt musizierten sie aus Robert Fuchs’ „Drei Stücke, op 96“ das Allegro moderato. Patricia Hirt, Klarinette, begleitet von Alexander Konrad am Klavier, entfaltete mit einer neuen Einstudierung von Charles Marie Widor, „Introduction et Rondo“ den reizvollen Charme des Klarinettenklangs.

Jugendliche Musikerinnen und Musiker aus ganz unterschiedliche Altersstufen, aber immer in souveräner Beherrschung des Instruments, waren in diesem Konzert zu hören. Ein gut abgestimmtes Programm machte das Zuhören für das Publikum zu einem Genuss, auch wenn, wie Friedemann Gramm erläuterte, es einen Verzicht auf einen Vortrag gab: Der Sänger Florentin Futter wurde überraschend vom Stimmbruch ausgehebelt.

Es ist gut, dass Sie Ihr Talent trotzdem weiter entwickelt haben.“

Christian Baron, Bürgermeister

Auf einen Vortrag müssen Sie leider verzichten.“

Friedemann Gramm,, Musikschulleiter

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