Stillschweigen? – Jetzt braucht’s Transparenz

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Bernd Müller
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Im Blick: Der TSB und der Rechtsstreit um Millionensummen.

Hat wer wen geschädigt – oder war wirklich alles korrekt? Gerichte müssen die Streitfrage entscheiden, ob der TSB zurecht Millionensummen an Honorar bezahlen muss – oder nicht.

Die Hauptgeschädigten aber sind jetzt schon klar: Es sind die Mitglieder des TSB Gmünd. Aus dem Traumprojekt eines neuen, modernen Sportzentrums ist ein sich über Jahre hinziehender Albtraum geworden; aus dem 8,2 Millionen-Euro-Geldsegen für den Verkauf des alten TSB-Platzes erst mal eine Summe ohne Verwendungszweck, die den Verein sogar stattlich Negativzinsen gekostet hat - statt Segen ein Berg an Fragezeichen. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Wer weiß, wie lange sich die zwei Gerichtsverfahren, die anhängig sind, hinziehen werden? Wer weiß, wie sich die Baukonjunktur und damit die Kosten in den nächsten Jahren entwickeln? Und vor allem: Keiner weiß, wie viel Geld am Ende übrig bleiben wird.

Das ist das Rätsel, vor dem die TSB-Vorstände stehen; ohne klare Zahlen sind ihnen die Hände gebunden. Die Geschädigten, die Mitglieder, müssen weiter leben mit einem gelähmten Verein statt mit einem neuen Sportzentrum richtig durchzustarten.

Wer wofür verantwortlich ist, das muss geklärt werden. Der TSB Gmünd, er scheint ein Transparenz-Problem zu haben. Das neun Monate lang durchgehaltene (juristisch begründete) Stillschweigen hat sich null ausgezahlt für den Verein. Höchste Zeit, es nun mit dem Gegenteil zu versuchen: Klarheit, Offenheit, Transparenz. Das haben vor allem sie verdient: die Mitglieder.

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