„Zeitenwende“ bei der Feuerwehr

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Die Wetzgauer Feuerwehr hat nun zwei neue Fahrzeuge: Im kleinen Kreis sind diese am Samstag gesegnet und offiziell in Betrieb genommen worden.

Die Wetzgauer Feuerwehr erhält zwei neue Fahrzeuge. Die Segnung und Fahrzeugübergabe fand teilweise als Online-Veranstaltung statt.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau

Das „Schlimmste“, das einer Stadtgemeinschaft passieren könne, sei eine Brandkatastrophe, sagte Gmünds erster Bürgermeister Christian Baron am Samstag. Zwei neue Feuerwehrfahrzeuge für die Abteilung 3 der Gmünder Feuerwehr in Wetzgau wurden an diesem Tag gesegnet und offiziell in Betrieb genommen. Im Schadensfall sei man froh über die vielen „tapferen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden“, die gut ausgebildet „Menschen und Hab und Gut retten“. Dazu müsse aber „Material und Ausrüstung stimmen“, erläuterte Baron. Das erste der zwei neuen Fahrzeuge der Wetzgauer Wehr hat seinen ersten Einsatz „noch ohne Segen, aber mit Bravour“ bestanden, meinte Baron, dessen Wunsch und Hoffnung es ist, „dass alle Feuerwehrmitglieder immer gesund von ihren Einsätzen zurückkommen“.

Auf die Wichtigkeit der Segnung verwiesen die Geistlichen, der evangelische Pfarrer Matthias Plocher und der katholische Pfarrer Matthias Frank. Das Feuer spende Wärme und Licht, könne aber auch zur Gefahr für Menschen, Tiere, Hab und Gut werden. Der Segen setze ein Zeichen für die Tapferkeit und demonstriere Dank und Anerkennung für die Feuerwehren. Nur ausgestattet mit dem bestmöglichen Material, sei es den Feuerwehren möglich, „der zerstörerischen Gewalt des Feuers“ entgegenzutreten.

Vier Jahre habe der Wetzgauer Fahrzeugausschuss gemeinsam mit der Gmünder Feuerwehrführung daran gearbeitet, zwei unterschiedliche Fahrzeuge für die Wetzgauer Wehr zu konzipieren, die „so gleich wie möglich sind“, erinnerte der Gmünder Gesamtkommandant Uwe Schubert. Nachdem die Wetzgauer Wehr vor genau 50 Jahren das erste motorisierte Löschfahrzeug in Empfang nehmen durfte, bricht nun mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug und einem Gerätewagen Logistik „eine neue Zeitgeschichte an“. Die neuen Fahrzeuge brächten den Wehrleuten nicht nur viele Erleichterungen im Dienst, auch der Insassenschutz werde groß geschrieben. Mit der Segnung und Fahrzeugübergabe am Samstag habe die Sicherheit für die Bewohner von Wetzgau und Rehnenhof deutlich zugenommen, sagte Schubert.

Wetzgaus Ortsvorsteher Johannes Weiß zeigte sich dankbar, dass auf den Tag genau 50 Jahre nach Inbetriebnahme des ersten Fahrzeugs neue Fahrzeuge „in doppelter Ausführung“ der Abteilung Wetzgau überstellt wurden. Hinsichtlich der Lebensdauer der Feuerwehrfahrzeuge sei dies eine „gute Investition“ für die nächsten 25 Jahre zur Sicherheit der Bevölkerung. Es ist laut Weiß die „richtige Entscheidung, der Feuerwehr die beste und zeitgemäße Ausrüstung zur Verfügung zu stellen“.

Der zugeschaltete Kreisfeuerwehrchef Otto Feil gratulierte zu den neuen Fahrzeugen, „Zwei auf einen Streich“, das könne sich sehen lassen. Die Erhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr gehöre zu den Pflichtaufgaben einer Kommune. Den vielen Ehrenamtlichen gebühre zudem „Respekt, Anerkennung und Dank“. Die Gegebenheiten änderten sich und erforderten Anpassung, erklärte der Wetzgauer Kommandant Mathias Weiß hinsichtlich der online präsentierten Feierstunde. Der „historische Moment und die Zeitenwende“ würden von der Wetzgauer Feuerwehr trotzdem gefeiert. Mit den neuen Fahrzeugen besitze Wetzgau nun die „beste und sinnvollste Konzeption“ zur Bewältigung ihrer Aufgaben.

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