Entspannung der Verkehrssituation in Sicht

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Jetzt könnte Bewegung in die Sache kommen, den der Damm am Reichenbachstausee muss saniert werden. 
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Warum der undichte Damm am Spraitbacher Stausee für eine Verbesserung der Parksituation sorgen könnte und was am See gemacht werden muss.

Spraitbach. Im Juni 1959 wurde der neu erbaute Reichenbachstausee, als Rückhaltebecken in Spraitbach eingeweiht. Aufgrund seiner idyllischen Lage begann hier zeitnah ein Stauseetourismus, der den Gemeinderat bereits im Einweihungsjahr dazu bewog, aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens vor allem an Wochenenden eine entsprechende Parkregelung zu beschließen.

Der Naherholungstourismus am Reichenbachstausee ist nach wie vor ungebrochen, die Verkehrs- und Parksituation wurde in jüngster Zeit bereits mehrfach im Gemeinderat angesprochen. Und die Situation ist Sommers wie Winters an den Wochenende und während der Ferien dieselbe, der zugeparkte Damm behindert im Notfall Einsatzfahrzeuge des Rettungswesens auch land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge haben manchmal ihre liebe Not „ungestreift“ den Damm zu passieren. Die angebrachten Halteverbotsschilder werden dabei nicht selten ignoriert.

Um das Verkehrs- und Parkproblem am Rückhaltebecken für Naherholungssuchende und Land- und Forstwirtschaft in Einklang zu bringen, müsste die schmale Dammstraße verbreitert werden, bereits eine um anderthalb Meter verbreiterte Dammstraße könnte das Problem entschärfen, darüber ist sich Bürgermeister Johannes Schurr sicher. Jetzt könnte Bewegung in die Sache kommen, den der Damm am Reichenbachstausee muss saniert werden.

Marty Straßer ist der technische Betriebsleiter des Wasserverbandes Kocher-Lein. Mit elf Rückhaltebecken sichert der Wasserverband den Hochwasserschutz des Ostalbkreises und des Rems-Murr-Kreises. Turnusmäßig werden vom Wasserverband alle zwei Jahre die Becken der Seen überprüft, erklärt der Fachmann. Dies war im vergangenen November am Reichenbachstausee der Fall. Zur Untersuchung des Dammes wurde ein Loch gebaggert, das Ergebnis erbrachte, dass hier keine Dichtung mehr vorhanden sei. Straßer gibt sofort Entwarnung, die Steuerung wurde so angepasst, dass das Rückhaltebecken nur noch maximal bis zur Hälfte eingestaut wird, ein Gefahr das der Damm bricht, sei somit ausgeschlossen.

Und bei Starkregen? Selbst beim Jahrhunderthochwasser im Juni 2016 wurde das so vorgegebene Fassungsvermögen des Beckens nicht erreicht. Derzeit laufen weitere Untersuchungen am See und am Damm, um neueste Daten erheben zu können, der Grundwasserpegel soll erfasst werden und der Wasserverband erhofft sich neue Kennwerte über die Wasserdurchlässigkeit und das verbaute Material. Für die Sanierungsmaßnahmen am Stausee und am Damm wurden etwas mehr als eine Million Euro an Kosten berechnet, mit eingeschlossen ist hierbei der Neuaufbau des Betriebsgebäudes das mittels eines Schachtes einen Blick in das Gewässer erlaubt, hier sind auch die Schieber verbaut, die das Anstauen und Ablassen des Wassers regeln. Der vorhandene Schieber wird erneuert, ein weiterer soll verbaut werden. Im Zuge der Maßnahmen soll der See entschlammt werden, dies kann nur erfolgen, wenn der See zuvor abgefischt und abgelassen wurde. Der Schlamm sei ein hervorragender Bodenverbesserer für Äcker, erklärt Straßer. Eine Straßenverbreiterung im Zuge der Dammabdichtung sei, auf Kosten der Gemeinde Spraitbach, durchaus machbar, erklärt der technische Betriebsleiter.

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