Erfrischendes Vergnügen für Kinder

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Adnan und Ragip Soljan sorgen mit dem Minibagger dafür, dass der Buchs im Dorfgarten Frickenhofen versetzt wird. Doris Hees und Steffi Fichtler buddeln wieder ein.
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Mitglieder der Dorfgemeinschaft Frickenhofen arbeiten am Bau eines Wasserspielplatzes direkt am Dorfgarten in der Ortsmitte. Freue über einen Zuschuss aus dem EU-Förderprogramm.

Gschwend-Frickenhofen

Die Ärmel sind hochgekrempelt, die Mitglieder der rührigen Dorfgemeinschaft Frickenhofen haben losgelegt. Ein neues Projekt im Dorf geht somit von der Planungs- in die Umsetzungsphase über. Der Wasserspielplatz wird jetzt Wirklichkeit.

Seit der Gründung 1998 hat die Dorfgemeinschaft bereits vieles auf die Beine gestellt im Gschwender Teilort - tolle Projekte, von denen alle Einwohner profitieren. So wurde zum Beispiel der Dorfgarten angelegt. Und erhält seitdem immer wieder eine Draufgabe - zuerst einen Pavillon, in dem sich heute der öffentliche Bücherschrank findet. Oder auch die gemütliche Holzsitzgruppe, auf der sich die Bürgerschaft gern niederlässt. Sprich, ein echter Kommunikationsort wurde geschaffen, in dem man gern verweilt und die Blütenpracht im Garten bewundert.

Und jetzt wird ein i-Tüpfelchen umgesetzt, das in der ganzen Umgebung seinesgleichen sucht. Eines, auf das sich der Nachwuchs im speziellen freuen darf. Denn es gibt einen Wasserspielplatz. Das Beste: Die aktuell 110 Mitglieder der Dorfgemeinschaft erhalten für dieses Projekt einen 13 500-Euro-Zuschuss aus dem EU-Förderprogramm Leader. Zwar muss Frickenhofen immer noch 10 000 Euro selber aufbringen, doch dafür haben sich bereits manche Spender gefunden, freut sich Walter Hees als Sprecher der Dorfgemeinschaft.

Jetzt fiel der Startschuss für die Umsetzung der Planung. Und die hat es in sich. Davon können etwa Doris Hees und Steffi Fichtler ein Liedchen singen. Mit Handschuhen und festem Schuhwerk platzieren sie die kleinen Buchsbüschchen um, die haben vorher Adnan und Ragip Soljan von der Gögginger Firma Feuchter behutsam aus der Erde zogen mit dem Minibagger. Fingerspitzengefühl ist gefragt – und kommt zum Einsatz. Vater und Sohn sind mit Freuden bei der Arbeit.

Anfang Oktober habe die Mitgliederversammlung mit „überwältigender Mehrheit“ grünes Licht für den Wasserspielplatz gegeben, erzählt Walter Hees. Allerdings habe man die Planung abspecken müssen. „Es ist unglaublich, was die Wasserspieldinge kosten“, schüttelt Hees den Kopf. Und hat bereits eine weitere Zuschussbeantragung fürs kommende Jahr im Kopf, damit die Kinder auch wirklich beim Spielen voll auf ihre Kosten kommen. Bis dahin müssten sie eben mehr Fantasie mitbringen – was allerdings auch kein Problem sein wird. „Aber eine Schwengelpumpe wäre schon toll. Auch Spritzdüsen“, schwärmt überlegt Hees. Vorerst tut es auch ein schlichter Wasserhahn. Gut ist allemal, dass es bereits eine Wasserstelle im Garten gibt. Und dank dieser kann das Spiel dann so richtig losgehen.

Das ist der Plan: Entlang der nördlichen Grenze des Gartens wird das Wasser auf einer gepflasterten Rinne geleitet. Dann fließt es auf einem Stück im östlichen Bereich weiter und versickert schließlich in einer Mulde. „Das kommt dann dem Grundwasser wieder zugute“, argumentiert Hees. Bis Ende November soll alles bereits fertig sein. Bis dahin muss noch viel Buchs versetzt und die Rinne gepflastert werden. Und im kommenden Sommer heißt es dann „Wasser marsch“ am Dorfgarten. So ist dieser um eine Attraktion reicher. Und die Dorfgemeinschaft hat bewiesen, dass man auch mit kleinem Geldbeutel durch viel Arbeitskraft und Ideenreichtum etwas bewegen kann.

"Unglaublich, was die Wasserdinge kosten.“

Walter Hees,, Sprecher der Dorfgemeinschaft

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