Ein Kindi mit Alleinstellungsmerkmal

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Unterhalb der landwirtschaftlichen Flächen und oberhalb der Grundschule (links unten) entsteht der neue Kindergatren auf dem Kappelwasen.
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Rund 4,5 Millionen Euro investiert die Gemeinde Eschach in den neuen Kindergarten auf dem Kappelwasen. Wann die Einrichtung bezugsfertig sein könnte.

Eschach. Im Mai vergangenen Jahres war der offizielle Spatenstich auf dem Kappelwasen. Nun ist ein Ende der Bauarbeiten in Sicht: Im Herbst soll der neue Kindergarten in Eschach seine Pforten öffnen. Sechs Kindergartengruppen soll es geben. Eine enorme Summe – insgesamt rund 4,5 Millionen Euro – investiert die Gemeinde in das Großprojekt investiert – eine enorme Summe für die Gemeinde.

Einige Wochen Bauverzug liegen hinter den Bauarbeitern. Folglich war es auch noch nicht möglich, über die Wintermonate mit dem Innenausbau der Kita loszulegen. Gemeinsam mit Architekt Andreas Engelhardt aus Schwäbisch Gmünd habe man überlegt, ob man die Aussparungen für die Fenster einfach mit dicker Folie verhängt – „aber es waren einfach zu großflächige Fenster dabei. Das ging nicht“, erklärt Eschachs Bürgermeister Jochen König. Daher habe man sich in Geduld üben müssen – und hatte Glück: „Wir müssen nicht dringend aus dem alten Kindergartengebäude raus. Das ist das Positive“, erklärt König.

Drei Kletterwände

Mittlerweile sind die Fenster drin und in der kürzlichen Gemeinderatssitzung wurden auch die Malerarbeiten vergeben. Zudem gab der Kindergartenausschuss grünes Licht für die Anschaffung von insgesamt drei Kletterwänden, die ein Alleinstellungsmerkmal für den Kindergarten bedeuten, so der Bürgermeister. Unabhängig von der Witterung können die Kinder an den Kletterwänden ihre Motorik und Balance üben.

Momentan sind die Installationen für Heitzung, Lüftung und Sanitärleitungen nahezu abgeschlossen, der Trockenbauer ist zugange und auch der Estrich wird Schritt für Schritt eingebracht. Dann gibt’s zwei Wochen Pause auf der Baustelle, denn der Estrich muss trocknen. Diese Baustelle ist die größte, die Eschach hat.

In dem Kindi-Neubau wird auch eine Mensa betrieben, die ebenso von den Grundschülern genutzt wird. Möglich ist dieser Synergieeffekt durch die räumliche Nähe der Bildungseinrichtungen. In Schichtbetrieben wird dann das Mittagsessen eingenommen. Nur ein kurzer Fußweg trennt Schule und Kita. Für die Schülerinnen und Schüler ist ein separater Zugang zur Mensa gewährleistet. Ein Garant dafür, dass der Kindergartenablauf nicht gestört wird. Zwei Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten, zwei Ganztagsgruppen sowie eine Kinderkrippe werden ab September, sofern der Bau dann abgeschlossen ist, an den Start gehen. Bei Bedarf kann auch die zweite Krippengruppe problemlos öffnen.

Der großzügige Flurbereich kann als Aula genutzt werden. Zehn Oberlichter sorgen hier für die nötige Helligkeit. Der Außenbereich sucht dem Befinden des Bürgermeisters nach, seinesgleichen. Denn hier gibt es Platz zuhauf.

Aspekte für die Ökologie

Bereits angelegt ist ein Totholz-Haufen, der eine der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen darstellt. Aber es gibt noch weitere Aspekte für die Ökologie. So wird sich nach der Fertigstellung des Gebäudes später auch eine 30 KW/P-Photovoltaikanlage auf dem Dach finden. Die Wärme liefert eine Biogas-Leitung, hergeleitet von der Biogasanlage in der Nähe.

Die Küche wird so eingerichtet, dass man zum einen Essen anliefern kann (Cook and chill), zum anderen aber auch selbst die Gerichte gekocht werden können. Angegliedert an die Küche ist zudem ein großer Lagerraum, der einen separaten Zugang für die Anlieferung hat – „gestartet wird aber mit Essensanlieferung“, kündigt König an.

Abzüglich des Landeszuschusses aus dem Ausgleichstock (600 000 Euro), und einer Fachförderung, muss die Gemeinde rund 3,8 Millionen Euro finanzieren. Daher wird es 2022 nach insgesamt elf Jahren nötig, einen Kredit in Höhe von 2,1 Millionen Euro aufzunehmen, informiert Jochen König.

So sieht aktuell die Fassade des neuen Kindergartens in Eschach aus.

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