Feuerwehrmitglieder sind jetzt auch „Helfer vor Ort“

+
"Helfer vor Ort Täferrot" gegründet

Täferrot kann dank ehrenamtlichen Engagements wichtige Lücke in der Versorgung schließen.

Täferrot. Insgesamt 12 „Helfer vor Ort“ – allesamt Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Täferrot - haben sich in den letzten Monaten zu professionellen Ersthelfern weitergebildet und werden zukünftig im Ernstfall die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungsdienstes überbrücken. Damit übernehmen die „Helfer-vor-Ort“, die ausschließlich ehrenamtlich arbeiten, eine wichtige Funktion in der Rettungskette.

Die „Helfer vor Ort“ kommen immer dann zum Einsatz, wenn die ehrenamtlichen Helfer den Ort eines Notfalls schneller erreichen können als der Rettungsdienst, oder aber, wenn das nächststationierte Rettungsfahrzeug noch im Einsatz ist. Der Zeitraum zwischen dem Eingang eines Notrufes in der Leitstelle bis zum Eintreffen der Rettungskräfte wird therapiefreies Intervall genannt und sollte daher so kurz wie möglich sein.

Besonders wichtig ist da vor diesem Hintergrund: Je schneller qualifizierte Maßnahmen ausgeführt werden, desto günstiger ist der Heilungsablauf und umso kürzer ist im Durchschnitt die nachfolgend notwendige Behandlungszeit.

Die Ehrenamtlichen werden zukünftig mittels Funkmeldeempfänger – die aufgrund der Tätigkeit in der Feuerwehr bereits vorhanden sind - alarmiert und übernehmen die Versorgung des Patienten, bis der Rettungsdienst eintrifft. Sie übernehmen zum Beispiel lebenserhaltende Sofortmaßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung und betreuen die Patienten.

Entstanden ist die Idee der „Helfer vor Ort“ aus der Erkenntnis, dass der organisierte Rettungsdienst in manchen Fällen relativ lange Zeit benötigt, um zum Einsatzort zu kommen, und außerdem eine zum Glück vergleichsweise geringe Zahl der Notfälle im jeweiligen Gebiet die Einrichtung einer zusätzlichen Rettungswache nicht rechtfertigt.

Bürgermeister Markus Bareis ist stolz auf das Engagement der Täferroter Feuerwehr: „Auch wenn wir geografisch günstig zwischen den Rettungswachen in Eschach, Gschwend und Mutlangen liegen, kann es vorkommen, dass auch bei uns ein Rettungswagen und Notarzt nicht zeitnah zur Verfügung steht. Es freut mich deshalb sehr, dass sich Mitglieder unserer Feuerwehr professionell weitergebildet haben und künftig noch schneller eine Erstversorgung bei Notfällen möglich ist.“

Kommandant Michael Kochendörfer informiert, dass alle ehrenamtlichen Lebensretter unter anderem eine Sanitätsausbildung mit 72 Stunden abgelegt haben. „Darüber hinaus erhielten alle eine Schulung in der Herz-Lungen-Wiederbelebung und eine Einweisung in die Frühdefibrillation“.

Wer ebenfalls Helfer-vor-Ort in Täferrot werden möchte, kann sich an Sven Kunz, den Leiter der HvO-Gruppe, an Kommandant Michael Kochendörfer oder an das Rathaus wenden.

"Helfer vor Ort Täferrot" gegründet

Zurück zur Übersicht: Schwäbischer Wald

Kommentare