Hangsicherung: 157 Bohrpfähle sorgen für Stabilität

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Die Böschung muss befestigt werden, Polier Frank Nagel
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Was derzeit auf der Baustelle an der L 1080 zwischen Frickenhofen und Rotenhar passiert, wie der Zeitplan aussieht und welche Umleitung Verkehrsteilnehmer nutzen sollten.

Gschwend

Die Autofahrer merken es jeden Tag: Die Landstraße L 1080 zwischen Rotenhar und Frickenhofen ist gesperrt. Für Nichtanlieger endet die Fahrt von Gschwend nach Frickenhofen an der Abzweigung bei der früheren Schnitzelfabrik. Voraussichtlich bis ins kommende Frühjahr bleibt die Vollsperrung in dem Bereich bestehen. Die überörtliche Umleitung ist weit - wie führt über Eschach – Untergröningen – Sulzbach-Laufen – Unterrot – nach Gschwend und in umgekehrter Richtung.

Der Abschnitt Frickenhofen – Rotenhar ist sozusagen der letzte Akt der Sanierung der Landesstraße zwischen Eschach und Gschwend - für die sich auch eine gemeindeübergreifende Bürgerinitiative stark gemacht hat. Der aktuelle Ausbau wurde hintangestellt, weil im durch Knollenmergel rutschgefährdeten Hang ein erhöhter Aufwand nötig ist. Wenn die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, wird die L 1080 durchgängig so ausgebaut, dass ein Begegnungsverkehr zwischen Lkws möglich ist.

Zwischen Frickenhofen und Rotenhar waren nun für die Verkehrssicherheit die starken Unebenheiten auf der Fahrbahn beseitigt, die Zufahrten zu den Wanderparkplätzen sollen baulich in der Form gestaltet werden, dass sich dadurch die Sichtverhältnisse für die in die L 1080 einfahrenden Fahrzeuge verbessern. Die Gemeinde Gschwend nutzt die vom Land Baden-Württemberg vergebenen Sanierungsmaßnahmen und verlegt eine neue Wasserleitung auf einer Strecke von 680 Metern nach Rotenhar, um die Trink– und Löschwasserversorgung zu verbessern. Parallel zur Wasserleitung werden Leerrohre für einen späteren Glasfaserausbau mit verlegt.

Auch an Radfahrer und Fußgänger wurde gedacht, der Weg vom Hohentannenplatz bis zur K 3248 Richtung Sulzbach-Laufen wird auf einer Breite von 2,50 Metern asphaltiert. Von beiden Seiten der zu sanierenden Strecke laufen die Arbeiten in einem „sehr guten Zeitrahmen“, meint der Polier der ausführenden Firma Haag Bau, Frank Nagel. Zur Stabilisierung des Hanges sowie der Fahrbahn wird derzeit bei Frickenhofen eine „Großbohrpfahlwand“ auf einer Länge von 235 Metern errichtet. Die 157 Bohrpfähle zur Hangsicherung sollen in dieser Woche noch fertig gebohrt und betoniert werden.

Von Rotenhar kommend sind die Tiefbaumaßnahmen in vollem Gang, rund die Hälfte des erforderlichen Kanalgrabens ist bereits ausgehoben, hier soll gebundenes Material, zur Hangbefestigung, in die Böschung eingebracht werden.

Mit dem Bauablauf zeigt sich Frank Nagel sehr zufrieden, „Störverkehr“ sei kaum bis gar nicht zu verzeichnen. Seit Beginn der Vollsperrung werden der Natur- und Wanderweg und Forstweg von Frickenhofen bis zum Anschluss an die K 3248 von den Bussen als Bedarfsumleitung genutzt. Allerdings empfiehlt der Baufachmann den Verkehrsteilnehmern, auf keinen Fall diese „Abkürzung“ mit zu nutzen. Die Strecke sei für einen Begegnungsverkehr definitiv zu schmal. „Wenn ein Bus unterwegs ist, ist kein Vorbeikommen möglich“. Zur Verkehrssicherheit des ÖPNV fährt Nagel regelmäßig die Strecke ab und kontrolliert den Zustand der unbefestigten Strecke. Ebenso die Funktionsfähigkeit der Warnbeleuchtung und ob Warnbaken und Schilder noch in ordnungsgemäßen Zustand sind.

Wenn das Wetter mitmacht, könnte mit dem Vollausbau noch im November begonnen werden, hofft er. Sollte ein Wintereinbruch mit Schneefall kommen müssen die Arbeiten pausieren, der ÖPNV kann bei Schnee die für ihn eingerichtete Umleitung nicht nutzen und muss dann auf der Landesstraße 1080 fahren.

Wir sind in einem sehr guten Zeitrahmen.“

Frank Nagel,, Polier
Gut im Zeitplan
Tiefbauarbeiten am Kanal bei Rotenhar

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