Wandel in der Bestattungskultur

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Die Bestattungskultur durchlebt einen Wandel. Daher befasst sich der Gemeinderat mit neuen Bestattungsangebote und einem parkähnlichen Flair für den Gschwender Friedhof.
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Urnenbestattung und alternative Formen werden beliebter: Friedhöfe in Gschwend und Frickenhofen werden umgestaltet.

Gschwend

Die Bestattungskultur ist im Wandel. Diese Tatsache macht auch vor Gschwend nicht halt. Urnenbestattungen und alternative Bestattungen sind stark nachgefragt. Auch in Gschwend. Handlungsbedarf ist daher gegeben. Bereits seit 2020 befasst sich der Gemeinderat mit Bürgermeister Christoph Hald mit einer Umgestaltung im Bestand – sofern möglich. Denn gesetzliche Ruhezeiten und Wahlgräber machen es nötig, intensiv zu planen – mit weitem Blick in die Zukunft. 

Es folgten Besichtigungen auf den Friedhöfen in Gschwend und im Teilort Frickenhofen, aber auch in umliegenden Kommunen. Das Gremium war sich einig, dass eine gesamte Überplanung des Friedhofs nötig ist. Einstimmig sprachen sich die Gemeinderäte am Freitag dafür aus, dass das Büro Plan Werk Stadt aus Westhausen von Landschaftsarchitekt Andreas Walter den Auftrag erhält, sowohl den Friedhof in Frickenhofen als auch in Gschwend komplett zu überplanen. Dies erfolgte in der Zwischenzeit. Die Arbeiten wurden ausgeschrieben und letztlich vergeben. In diesen Tagen wird nun mit Umgestaltungen für ein neues Bestattungsangebot  begonnen.

Neben alternativen Bestattungsangeboten sollen aber auch beide Friedhofe von der Bürgerschaft erwünschte Plätze mit Bänken und etwa neue Wasserstellen angelegt werden. Allgemein soll beiden Friedhöfen ein wenig mehr Parkcharakter zuteilwerden.

Auf dem Friedhof wird eine Urnengemeinschaftsanlage entstehen. 23 Gräber sind vorgesehen. Zudem soll im östlichen Bereich, an der Mauer zur Wohnbebauung ein Baumbestattungsfeld angelegt werden. Allgemein gibt es eine „lockere“ Abgrenzung zur Wohnbebauung mit neuen Pflanzen und Blütenhecken. Im südlichen Bereich entstehen etwa 11 Einzel- und acht Doppelgräber. Und neue Sitzgelegenheiten wird es zudem geben. Wiederum soll auf dem Frickenhofer Friedhof eine Urnengemeinschaftsanlage analog zu Gschwend geben. Auch Baumbestattungen sollen ermöglicht werden. Zu Bestandsbäumen werden weitere gepflanzt. Zudem werden 16 Rasengräber und vier Doppelgräber realisiert.

Die Kostenberechnung von Andreas Walter lag bei 132 000 Euro. Die Aufgaben ausführen wird nun die Firma Grünanlagen Schwarz aus Aalen für rund 134 000 Euro. Davon beträgt der Gschwender Anteil 84 600 Euro und in Frickenhofen werden 50 300 Euro in die Umgestaltung investiert.

Die Neugestaltungen beginnen jetzt und sollen bis zum 31. Oktober 2022 realisiert sein.

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