Butzen bereit für wildes Treiben

Der Igginger Kotteler – der Marktplatz – ist am Mittwoch, 6. Februar, ab 18.30 Uhr voll in der Hand von Hexen und Butzen. Mit der Probe der Schülerbutzen begann am Donnerstagabend die heiße Vorbereitungsphase für die historische Igginger Fasnacht.

Mit Feuereifer übten die Igginger Viertklässler ihren Auftritt. Nächsten Mittwoch gilt es nämlich, dem Teufel an der Kette Süßigkeiten aus dem gut bewachten Korb zu stibitzen. Schon bei der Probe trugen die Schülerbutzen ihre Masken voller Stolz. Diese hatten sie in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule ganz individuell erstmals im Schulunterricht gebastelt. Auch wenn es immer wieder kleine Neuerungen gibt, auf die Besucher gespannt sein dürfen: Unverändert ist die klare Abfolge der historischen Igginger Fasnacht, die seit bald 20 Jahren auf dem Kotteler gefeiert wird. Eine besondere Atmosphäre ist am Mittwoch garantiert, wenn rund 30 Hexen und Butzen traditionell zum wilden Treiben einläuten. Ob Bi-Ba-Butzemänner aus den Kindergärten, Schülerbutzen oder echte Butzen – die historische Fasnacht ist in gewisser Weise auch eine Kinderfasnacht, bei der alle Altersgruppen vertreten sind. Damit die Kindergartenkinder auf die schaurigen Masken vorbereitet sind, geht Bürgermeister Klemens Stöckle mit "Hexe" Michaela Sachsenmaier kurz vor der Fasnacht in die Kindergärten, um Kostüme und Masken vorzustellen. "Auf historischen Ursprüngen aufgebaut, ist die Igginger Fasnacht zwar schaurig-schön, soll aber nicht schrecklich, sondern nur ursprünglich sein", beschreibt der Schultes die alte Tradition. Neben Hexentanz, Hexensage und Flurschütz darf in diesem Jahr auch das Dorfgericht nicht fehlen. Iggingen ist mit 1150 Jahren eine der ältesten Gemeinden und hatte vor weit über 1000 Jahren die erste Ur-Kirche im Umkreis. Auch die Vereine sind inzwischen in die Jahre gekommen, 100-Jahr-Feiern sind keine Seltenheit. Für Ernst Roll mit seinen "Uckinger Räppern" ein guter Anlass, über Vereine und Gemeinde Unterhaltsames und den einen oder anderen Seitenhieb zum Besten zu geben. In der Kotteler-Schänke bewirten Eltern der Igginger Grundschule mit Fasnachtsküchla, Butzenburger, Gulaschsuppe und Glühwein, die Hexen und Butzen bieten Feuerzangenbowle vom Holzfeuer an. Ein Zelt mit Heizpilzen sowie warme Theken sorgen für Gemütlichkeit. Einheizen werden bestimmt auch die Geslach-Gugga, die mit schräger Musik die Igginger Fasnacht zum Abschluss aufmischen. Danach geht das Fasnachtstreiben im Gasthaus "Traube" mit Musik von Otto Müller und den ADOS und ebenfalls im AMC Lagerhaus weiter.

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