Endlich ist gute Laune wieder erlaubt

  • Weitere
    schließen
+
Die sieben Jungs von „Alpenblech“ sorgten am Samstag für perfekten Blasmusiksound und spielten trotz aufziehenden Gewitters zur Freude der Gäste auch den „Böhmischen Traum“ bis zur letzten Note.
  • schließen

Das Drei-Tage Open-Air-Festival „Quarantöne 2.0“ des GMV Iggingen bringt in seiner Bierbank-Version nach langen Monaten wieder einmal Musik und gute Stimmung für die Besucher.

Iggingen

Mut haben sie, die Verantwortlichen und Mitstreiter des GMV Iggingen. Über ein halbes Jahr lang liefen die Überlegungen und Planungen zum Open-Air-Festival „Quarantöne 2.0“, dieses Mal als Bierbank-Blasmusik-Edition. Dabei war zu Beginn der Aktivitäten nicht vorhersehbar, wie sich die Pandemie entwickeln würde und ob nicht alle Planungen und Überlegungen wieder eingestampft werden müssten, erklärt der Vorsitzende des GMV Marc Knödler.

Den Blick auf die Inzidenzzahlen gerichtet, rückte der Termin des Drei-Tage-Blasmusik-Festivals immer näher und der Mut der Igginger wurde belohnt. Die sinkenden Zahlen ließen grünes Licht zu für eine Veranstaltung im Freien mit rund 250 Besuchern. Jetzt galt es nur noch, den Wettergott auf die Seite der Veranstalter zu ziehen.

Der allerdings gebärdete sich unbeständig. Und weil der GMV „seine Besucher nicht im Regen stehen lässt“, wurde zu der großen Bühne noch flugs ein Zelt errichtet.

Marc Knödler zeigte sich dann am Freitagabend zum Auftakt des Festivals erleichtert und glücklich darüber, „wieder einmal so viele fröhliche Menschen zu sehen“. Im vergangenen Jahr bei „Quarantöne 1.0“ konnten die Besucher die Musiker auf der Tribüne nur vom Auto aus feiern, jetzt tummelten sich knapp 250 sehr zufrieden wirkende Besucher auf dem Parkplatz vor der Gemeindehalle.

Mit Quarantöne 2.0 habe man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, meint der Vorsitzende. Zum einen konnte der Verein wieder ein „Gartenfest im Kleinen“ ausrichten, zum gab es für vier hochkarätige Blasmusikformationen nach knapp zwei Jahren wieder die Möglichkeit eines Auftritts. Klar man musste, coronabedingt, Abstriche machen. Die Speisekarte wurde „abgespeckt“, Getränke gab es aus Hygienegründen nur aus der Flasche oder dem Plastikbecher. Für die Blasmusik-Bierbank-Edition wurden bei einigen Besuchern dann doch noch eilig die Krachledernen reanimiert und die Dirndl der aus den Schränken geholt.

Trotz Voranmeldung und Hinterlegung der Kontaktdaten sei es „fast wie früher“. Dicker Applaus folgte auf Knödlers Aussage, ohne Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Klemens Stöckle und den zahlreichen Sponsoren hätte „Quarantöne 2.0“ nicht veranstaltet werden können. Die Ansage von Hornist Jan Jäger vom Einheizer-Quartett „Erpfenhauser Dorfmusikanten“: „Ihr dürft wieder machen, was ihr wollt, singen, tanzen und auf die Bänke steigen“, wurde jubelnd angenommen und spontan umgesetzt. Die „Vogelwiese“ und der „böhmische Traum“ in Erpfenhauser Style lockte am Ende auch den letzten Besucher hinterm Ofen vor. Die komödiantischen Einlagen des Quartetts kommen nicht von ungefähr, Tubist Basti und Bruder und Hornist Jan Jäger sind die Neffen von Benny Jäger, dem Bassisten von Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle.

Anschließend konnten die „Innsbrucker Böhmisch – Das Original“ eine schon „gemähte Wiese“ betreten und die Stimmung bei der Bierbank-Blasmusik-Edition weiter anheizen. Verlernt haben die sieben Musiker hörbar nichts, auch wenn sie im vergangenen Jahr nur zwei Auftritte absolvieren konnten.

An Tag zwei, dem Samstag, galt der „blasmusikalische Dank“ von Veranstaltern und Besuchern den sieben Musikern der deutschen Formation „Alpenblech“, die nicht nur mit professioneller und abwechslungsreicher Live-Blasmusik für Stimmung sorgten, sondern trotz einsetzenden Gewitters den „böhmischen Traum“ auch bis zum letzten Ton spielten.

Das zünftige Weißwurstfrühstück am Sonntag stand dann doch mit der schwäbischen „Blechgsang Wirtshausmusi“ und Otto Müller und seinen ADOS, wieder mehr in der Gunst des Wettergottes.

Das ist jetzt wieder fast wie früher.“

Marc Knödler,, Vorsitzender

Zurück zur Übersicht: Iggingen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL