GMV Iggingen zeigt „SolidAHRität“

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Sound Supply
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Um die Gemeinde Dernau im Ahrtal nach der Flutkatastrophe zu unterstützen, hat der Gesangs- und Musikverein Cäcilia Iggingen einen Benefiztag auf die Beine gestellt.

Iggingen

Marc Knödler ist, wie er selbst sagt, „von Haus aus robust“. Doch was der Vorsitzende des Gesang- und Musikvereins Cäcilia (GMV) Anfang Oktober im Ahrtal zu sehen bekam, sprengte auch seine Vorstellungskraft. „Kriegsähnliche Zustände“ seien es in dem vom Hochwasser zerstörten Ort Dernau gewesen. Dass den Opfern der Flutkatastrophe geholfen werden muss, sei ihm beim Anblick der Schäden „sofort klar“ gewesen.

„Es hätten mehr Besucher sein können.“

Marc Knödler, GMV-Vorsitzender

Die Idee des GMV Cäcilia: Ein Benefiztag mit Musik, guter Unterhaltung und etwas Leckerem aus der Küche sollte Spenden für die Flutopfer generieren. Gesagt, getan. Unter dem Motto „SolidAHRität für Dernau“ sorgten daher am Samstag in der Igginger Gemeindehalle fleißige Helferinnen und Helfer für einen gemütlichen Kaffeenachmittag und anschließend für einen bunten Abend. Es war alles angerichtet, doch zufrieden war Marc Knödler letztlich nicht. „Es hätten mehr Besucher sein können“, bedauerte er es, das aus seiner Sicht geringe Interesse an der Benefizaktion.

Workshops, Wein und Tombola

Aus dem Bürgersaal und dem Martinusheim ertönten bereits am Vormittag Blasmusikklänge, die während der dort angebotenen Workshops erzeugt wurden. Mit dem Posaunist Martin Hutter und dem Tenorist Michael Müller der „Original Egerländer Musikanten“ hatte der GMV die „Crème de la Crème“ der Blasmusik als Dozenten für die Workshops für sich gewinnen können. Rund 40 Teilnehmer aus 25 Vereinen, ausgestattet mit Trompeten, Flügelhörnern, Tenorhörnern und Baritons, konnten durch die von den „Vollprofis“ weitergegebenen Tipps und Kniffe viel lernen. Musiker aus Kirchheim, Pforzheim und befreundeten Musikvereinen ließen sich die Chance nicht nehmen, Atemtechniken einzuüben und Hinweise zur Bewältigung schwieriger musikalischer Übergänge mitzunehmen.

„Flutweine“ aus dem Ahrtal

Üblicherweise steht im Oktober das Igginger „Oktoberfest“ mit Blasmusik, Fassbier und guter Stimmung an – die Erweiterung um Kaffee und Kuchen, Workshops und dem bunten Abend sei „buchstäblich aus dem Boden gestampft worden“, um so den Flutopfern im Ahrtal helfen zu können sagt Knödler.

Und so konnten am Samstag zusätzlich zu den üblichen Getränken von Vereinsmitgliedern gestiftete „Flutweine“ aus dem Ahrtal bestellt werden. Zudem lockte eine Tombola mit gespendeten Preisen. Und die Band „Sound Supply“, die auf eine Gage verzichtet hatte, sorgte für gute Stimmung.

Diejenigen, die an diesem Tag in die Gemeindehalle gekommen waren, konnten sich zudem ein Video vom Besuch der Igginger Delegation im Ahrtal anschauen, indem sie einen Überblick darüber bekamen, wie dringend dort Hilfe benötigt wird und wohin das am Samstag eingenommene Geld geht. Für den kurzen Film hatten die Igginger Interviews unter anderem mit dem Dernauer Ortsbürgermeister Alfred Sebastian, mit Helmut Fischer vom dortigen Männergesangsverein „Loreley“ und mit dem Sportvereinsvorsitzenden Fred Surges geführt. Die Flutkatastrophe wurde so buchstäblich in die Igginger Gemeindehalle geholt.

Der Erlös der Benefizaktion geht in vollem Umfang ins Ahrtal und soll am 6. November persönlich von einer Igginger Delegation übergeben werden“, sagt Marc Knödler.

Im Rahmen der Aktion „SolidAHRität für Dernau“ bot der GMV Iggingen Musik-Workshops im Bürgersaal und Martinusheim an.
Fleißige Helferinnen des GMV Iggingen sorgten für einen gemütlichen Kaffeenachmittag in der Gemeindehalle.

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