In Durlangen wird vieles teurer

+
Geld
  • schließen

Grund- und Gewerbesteuer steigen ebenso wie die Hundesteuer.

Durlangen. Einstimmigkeit herrschte in der jüngsten Sitzung des Durlanger Gemeinderats beim Vorschlag der Verwaltung, die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer zu erhöhen. Ab Januar 2023 betragen die Steuersätze für die Grundsteuer A 370 v.H., für die Grundsteuer B 390 v.H. und für die Gewerbesteuer 355 v.H. Die in der Gemeinde noch nicht erhobene Grundsteuer C für unbebaute, jedoch baureife Grundstücke wurde vom Gremium thematisiert. Diese Steuer würde im Gemeindegebiet rund 50 Grundstücke betreffen. Die Steuer sei nur als „geringer Anstoß“ für die Grundstücksbesitzer zu werten, die Grundstücke zu bebauen, meinte Bürgermeister Dieter Gerstlauer. Die Tendenz gehe zur Nachverdichtung, die Gemeinden seien immer mehr gefordert, die Innenentwicklung zu forcieren, die fehlende Grundsteuer C könnte von daher der Gemeinde irgendwann vor die Füße fallen. Der Bürgermeister empfahl eine nochmalige Diskussion im kommenden Jahr.

Bei einer Gegenstimme wurde die Hundesteuer erhöht, ab Januar 2023 betragen die Steuersätze für einen Hund 90 Euro, für den zweiten und alle weiteren Hunde 180 Euro. Gefährliche und Kampfhunde werden mit 600 Euro besteuert, jeder weitere Hund dieser Kategorie mit 1200 Euro. Die Hallennutzungsgebühren für die Gemeindehalle und die angeschlossenen Räumlichkeiten sollen für „auswärtige Benutzer“ erhöht werden, die Entgelte für ortsansässige Vereine und Privatpersonen bleiben unverändert. Für alle Benutzer werden allerdings die tatsächlichen Verbrauchsgebühren angepasst.

Noch Platz für Flüchtlinge

Eine ganze Reihe von Fragen der Gemeinderäte hatte Bürgermeister Dieter Gerstlauer zu beantworten. Wann die Realisierung des Pflegeheims im „Zeiren“ ansteht, darüber hat die Verwaltung derzeit keine Kenntnis, damit antwortete Gerstlauer auf die Frage der Gemeinderätin Anja Fischer. Wie verfahren werden soll mit Gewerbetreibenden „die kein Gewerbe betreiben“, darüber konnte der Bürgermeister Gemeinderat Simon März informieren: dass ein Termin mit dem Landratsamt geplant, aber zur Zeit nicht realisierbar sei, da die dortigen Mitarbeiter überlastet seien. Für anstehende Flüchtlingszuweisungen seien in der Gemeinde noch „Kapazitäten“ vorhanden. Bevor der Vereinsraum in der Gemeindehalle belegt werde, stehe zuerst der Jugendraum zur Disposition. Der Weihnachtsbaum vor der Halle soll mit LED-Beleuchtung ausgestattet und zeitlich begrenzt von 17 bis 22 Uhr beleuchtet werden, erklärte Gerstlauer auf Frage von Rätin Bärbel Kenner. Die durch den Umleitungsverkehr beschädigten Seitenstreifen der Kreisstraße zwischen Durlangen und Täferrot seien „keine Sache der Gemeinde“, informierte der Bürgermeister, hier müsse der Landkreis mit dem Regierungspräsidium verhandeln.

Ein gemeindeeigenes landwirtschaftliches Grundstück mit einer Fläche von 16 900 Quadratmetern wird an einen einheimischen landwirtschaftlichen Betrieb bis Ende 2034 verpachtet. Als Begründung führt die Verwaltung aus, der landwirtschaftliche Betrieb habe im Zuge der Realisierung des Baugebietes „Zeiren“ landwirtschaftliche Pachtfläche verloren. Zur Kompensation wird dem Betrieb das Grundstück zum Preis von 2,80 Euro pro Ar und Jahr verpachtet, Bedingung sei eine gentechnik- und klärschlammfreie Bewirtschaftung.

Mit einem ortsansässigen Bestattungsunternehmen wird ein Vertrag über Bestattungsdienstleitungen per Werksvertrag geschlossen. ⋌Andrea Rohrbach

Zurück zur Übersicht: Schwäbischer Wald

Kommentare