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Jetzt muss es sich zeigen

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Anke Schwörer-Haag
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Anke Schwörer-Haag zur Diskussion um die Wetzgauer Straße 18.

Es ist ungewöhnlich spannend, dieses Ringen um das für Nicht-Mutlanger unscheinbare Haus 18 in der Wetzgauer Straße. Abreißen oder stehen lassen - für jede dieser beiden Positionen gibt es gute Argumente. Fürs Abreißen sprechen die sehr hohen Investitionen, die die Gemeinde schultern müsste. Ohne zwingende Nutzungsidee will man zu Recht kein Geld ausgeben, das sowieso nicht da ist. Und für einen Abbruch gäbe es sogar Fördergeld.

Für den Erhalt spreche „die emotionale Bindung zu einem der letzten älteren Gebäude im Ort“, mit der die Befürworter argumentieren; die Aussicht auf Bürgerengagement; der Wunsch, an diesem Ort Heimatgeschichte greifbar zu gestalten. Wer wollte da die Rote Karte zücken?

Klug hat die Bürgermeisterin deshalb eine Kampfabstimmung im Gremium vermieden und mit ihrem Kompromissvorschlag dem kreativen Vorstoß eine Chance eingeräumt.

Jetzt muss es sich zeigen, ob „die Mutlanger“ tatsächlich ein so großes Interesse an diesem Gebäude haben. Ob sie eine tragfähige Nutzungsidee entwickeln können und eine Finanzierung, ohne dafür die Gemeindekasse in Anspruch zu nehmen. All das ist ihnen zu wünschen.

Dass die UWL-Fraktion gegen die endgültige Entscheidung im Oktober gestimmt hat, lässt aber leider vermuten, dass es hier nicht um das Wohl der Gemeinde ging. Dabei ist das die oberste Maxime für jeden Gemeinderat.

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