Erste Baubesprechung am Rieg-Areal in Leinzell

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Erstes Treffen auf der Baustelle (v.l.) Projektmanager Peter Kappes, Oberbauleiter Harald Hägele, Vertriebsleiter Erik Porthun, Polier Daniel Starzmann, Leitender Architekt Joachim Eisenmann, Hochbauleiter Michael Wolfangel, Leinzells Bauhofleiter Thomas Amon und Bürgermeister Marc Schäffler.⋌⋌Foto: Tom
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Mitten in der Ortsmitte sollen acht Neubauten mit 50 Wohnungen und 57 Tiefgaragenstellplätzen entstehen. Wie es weitergeht und wann Fertigstellung ist.

LeinzellDer Bauzaun ist zurechtgerückt, die Schilder ausgetauscht und an diesem Montag ist die erste Baubesprechung direkt auf dem Rieg-Areal. Acht Gebäude mit insgesamt 50 Wohnungen unterschiedlicher Größe - zwischen 42 und 103 Quadratmetern - entstehen hier, inklusive Tiefgarage mit 57 Stellplätzen. Auch Platz für Arztpraxen und eine Apotheke soll geschaffen werden. All das mit einem ehrgeizigen Bauzeitenplan: Bis Ende 2023 soll der Rohbau fertig und im Dezember 2024 das Gesamtprojekt abgeschlossen sein.

Projektmanager Peter Kappes - seit über 50 Jahren mit der Steuerung von großen Bauvorhaben betraut - hat vor Kurzem sein Unternehmen mit Sitz in Stuttgart und Berlin an seinen Sohn weitergegeben. Den „Wohnpark an der Lein“ hat er aber als ein „Lieblingsprojekt“ mit in den Ruhestand genommen. Bei dieser ersten Besprechung im Baucontainer getont er nicht nur, dass die Kassenärztliche Vereinigung in Stuttgart bereits Hilfe für die „Besiedelung“ des geplanten Ärztehauses zugesagt hat und es zudem Kontakt zu interessierten Apothekern gibt.

Kappes kann mit Oberbauleiter Harald Hägele, Polier Daniel Starzmann und Hochbauleiter Michael Wolfangel auch die vor Ort Verantwortlichen des rund 25 Mann starken Teams der Firma Züblin vorstellen. Diese habe aus zwei Gründen den Zuschlag für das Projekt bekommen, erklärt der Manager. Zum einen traut Kappes aus der Erfahrung mit etlichen gemeinsamen Großprojekten der Züblin-“Mannschaft“ zu, dass die rund vier Monate, die sich der Baustart durch einen Einspruch verzögert hatte, wieder aufgeholt werden können. Zum anderen habe mit dem Unternehmen ein günstigerer Stahlpreis ausgehandelt werden können. Weil hier so um die 700 Euro pro Tonne weniger bezahlt werden müssten, lasse sich der anvisierte Verkaufspreis von etwa 6000 Euro pro Quadratmeter nun auch einhalten.

Knapp 60 Personen hat Geschäftsführer Erik Porthun inzwischen auf seiner Interessentenliste für Leinzell. Diesen kann er nun konkrete Kaufpreise für die Wohnungen nennen. Erfahrungsgemäß sei aber in allen Kategorien - von der Zwei-Zimmerwohnung bis zum Penthouse - noch Spielraum vorhanden, meint er und bewirbt das Projekt aktuell in allen Medien.

Wer Glück hat, könne sogar noch eine der Penthouse-Wohnungen ergattern, die als Holzständerbau jedes der insgesamt acht Gebäude krönt. Für diese hat im Übrigen das Abtsgmünder Holzbauunternehmen Kruger den Zuschlag bekommen. In enger Abstimmung mit der Rohbaufirma werden die vorgefertigten Holzteile jeweils angeliefert, wenn die übrigen Geschosse fertiggestellt sind. „Alles entspricht dem KfW-55-Standard“, betont Joachim Eisenmann, der als leitender Architekt des Gesamtvorhabens unter anderem diese Bauabfolge koordiniert.

Dann aber geht's an diesem Montag auf der Baustelle um die nächsten Schritte des Vorhabens: Ab dem 6. März wird die Baustelle eingerichtet. Anfangs einer, später zwei große Krane werden eingesetzt. Mit dem Aushub für die Tiefgarage werde man im Westen an der Lein beginnen. In diesem Abschnitt am Fluss entlang wird dann als Erstes die Tiefgarage gebaut. Als sogenannte „weiße Wanne“ aus wasserdichtem Beton. Über die Tiefgarage hinweg wird dann der zweite Teil des Bauvorhabens in Richtung Austraße in Angriff genommen. Denn die Zufahrt zur Baustelle soll nur über die Gmünder Straße erfolgen, um die Austraße nicht zu belasten.

Kurzzeitige Behinderung möglich

Dass es zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen in der Gmünder Straße kommen kann, räumt der Oberbauleiter Harald Hägele ein. Man werde dafür aber weitgehend Zeiten aussuchen, in denen kein Stoßverkehr herrscht. Darüber hinaus laufen aktuell noch Verhandlungen, das unbebaute Grundstück im Osten der Gmünder Straße, direkt an der Einmündung der Bergstraße, als Fläche für Tagesunterkünfte der Arbeiter, die Baustellencontainer und als Zwischenlager für den Erdaushub zu nutzen.

Wohnraum gesucht

Sobald auch der letzte Mieter - eine junge Familie, für die noch Wohnraum gesucht wird - aus dem Haus Haldenwanger ausgezogen ist, soll auch noch dieses Gebäude auf dem Rieg-Areal abgerissen werden. Wieder wird das - nach dem schönen Erfolg vom letzten Mal - mit einer Feuerwehrübung verbunden, ganz so, wie es sich Bürgermeister Marc Schäffler gewünscht habe, sagt der Projektmanager. Und hofft, dass sich der dafür ausgeguckte Termin Anfang April halten lässt.

Im Übrigen plant der Projektmanager, mehrere Baustellenführungen für interessierte Leinzeller Bürgerinnen und Bürger anzubieten. Erster Anlass dafür könnte die Fertigstellung der Tiefgarage sein, meint er. So eine weiße Wanne, die auch verhindert, dass das Bauwerk weggeschwemmt wird, sei sicher ein interessantes Besichtigungsobjekt.

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