Schützenverein hat trotz allem neue Mitglieder

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Generalversammlung Schützenverein Leinzell 05.11.21

Generalversammlung Leinzeller ziehen Bilanz zweier Jahre - Schießstand wurde auf Vordermann gebracht.

Leinzell. Auf zwei Jahre, darunter eines, in dem der Vereinsbetrieb weitgehend zum Erliegen kam, blickte Oberschützenmeister Albert Hetzel bei der Generalversammlung des Schützenvereins Leinzell zurück. Coronabedingt ausnahmsweise in der Kulturhalle waren die Mitglieder zusammengekommen und hörten, dass im Sport- und Veranstaltungsbereich keine kontinuierlichen Aktivitäten möglich waren, obwohl der Vorstand des SV als einer der ersten Vereine in Leinzell ein fundiertes Hygienekonzept nach Vorgaben und Empfehlungen der Sportverbände WLSB und WSV 1850 erarbeitet habe.

Erfreulich hingegen ist, dass der Schützenverein neue Mitglieder aufnehmen konnte. Aktuell führt die Kartei 91 Frauen und Männer, davon besitzen vier die Ehrenmitgliedschaft.

Schießleiter Matthias Stegmaier blickte auf die sportlichen Erfolge der Saison 2019/20 und skizzierte dann die beträchtlichen Auswirkungen der Pandemie auf den Schießbetrieb: „Jegliche Versuche, den Schießsport wieder aufzunehmen, scheiterten an den wieder und wieder steigenden Inzidenzen.“ Man habe aber aus der Not eine Tugend gemacht und den Schießstand auf Vordermann gebracht. So wurde etwa die Schießauflage ausgetauscht. Wo man vorher sein Sportgerät noch auf Teppich abstellte, glänzten jetzt frisches Grün aus Linoleum und Beschläge aus Aluminium. „Dank der Unterstützung der Firma Raumausstattung Konrad Werner, haben wir ein top Ergebnis“, lobte Stegmaier.

Schatzmeister Oliver Barth berichtete über die Jahresabschlüsse 2019 und 2020. Das Jahr 2019 sei hinsichtlich des Umsatzes weitgehend normal. Der geringfügige Verlust begründe sich zum einen in gestiegenen Kosten im Getränke- und Lebensmittelbereich. Zum anderen seien außerordentliche Aufwendungen getätigt worden: die Anschaffung eines Festzelts, die Umrüstung auf LED-Beleuchtung sowie das Schießstand-Update. 2020 dagegen müsse der Verein 64 Prozent Umsatzeinbruch in der Bewirtschaftung verkraften - null Veranstaltungen und null interne Vereinsevents hinterließen deutliche Spuren auf der Einnahmenseite. Die Ausgaben blieben derweil in vielen Bereichen konstant: „Vor allen die Versicherungs- und Verbandsgebühren bilden einen enormen Kostenblock, der erst einmal finanziell aufgefangen werden muss. Daneben gibt es ein Schützenhaus, das ebenfalls unterhalten und instandgehalten werden muss“, stellte Barth klar. Trotz der beiden negativen Jahresendergebnisse komme der Verein aber über die Runden, da in den Jahren zuvor ein solides Finanzpolster aufgebaut worden sei, nicht zuletzt dank des Gemeindepokals und des Gartenfestes. Die Prüfer Edgar Neumair und Markus Weiland bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung.

Gemeinderat Peter Schaile übermittelte Grüße der Gemeindeverwaltung und beantragte die Entlastung. Er lobte die Gedanken und die Akteure, die den Schützenverein sportlich voranbringen wollen. Weiter hofft er auf eine gute Kommunikation der örtlichen Vereine untereinander. Abschließend dankte der Oberschützenmeister allen Aktiven, Mitgliedern und Gönnern des Vereins.

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