Leerrohre werden mitverlegt

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Damit es vorangeht mit der Erschließung des Gewerbegebiets Wasserstall, wo zwei ortsansässige Firmen Entwicklungsflächen bekommen sollen, hat der Gemeinderat die Erschließungsplanung an das Ingenieurbüro LK&P vergeben. Die Höhe des Honorars kann aber erst ermittelt werden, wenn der Bebauungsplan vorliegt.
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Sanierung in den Mittelwiesen in den Startlöchern. Mutlanger Gremium vergibt die Arbeiten für rund 1,5 Millionen Euro.

Mutlangen. Die doppelt gute Nachricht für die Anwohner: Nach den Sommerferien, am 13. September, geht es los mit der Sanierung im Gewann Mittelwiesen. Definiert sind insgesamt sechs Abschnitte, die Bauamtsleiter Volker Grahn so zusammenfasste: Bis Oktober sollen die Arbeiten in der Wiesenstraße ausgeführt werden; als Nächstes, bis kurz vor Weihnachten („wenn das Wetter mitspielt“) sind die Garten- und die Lammstraße dran und ab Februar 2022 die Blumenstraße. „Eben dann, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, so dass wir keine Notwasserversorgung brauchen“.

Melanie Kaim hinterfragte noch, ob der Kanal in der Gartenstraße ausreichend dimensioniert sei. Was der Bauamtsleiter mit Blick auf die solide genormten Berechnungen bejahte. Mit zwei Vergaben hatte der Gemeinderat dann keine Probleme: Die Tiefbauarbeiten wird die Firma Ebert Beton und Bau aus Ruppertshofen für 1,417 Millionen Euro übernehmen; die Straßenbeleuchtung baut die EnBW ODR AG aus Ellwangen für rund 41 000 Euro.

Zusammengenommen liege beides mit 1,458 Millionen Euro unter der Kostenberechnung von 1,73 Millionen Euro und auch unter den im Haushaltplan dafür einkalkulierten 1,68 Millionen Euro. Deshalb empfahl die Verwaltung dringend, mit der Sanierung ein Leerrohrsystem für schnelles Internet zu verlegen. Die NetCom BW hat hierfür ein Angebot in Höhe von rund 79 000 Euro abgegeben, würde man das umsetzen, liege die Maßnahme mit rund 1,536 Millionen Euro immer noch deutlich unter der Kostenschätzung und unter dem Haushaltsansatz. „Die Leerrohre nicht zu verlegen, wäre ein großer Fehler“, meinte Bürgermeisterin Stephanie Eßwein deshalb.

Alexander Dauser sah das anders. Er zweifelte, ob in die Rohre jemals Glasfaser eingeblasen werde und wollte wissen, wie die Anwohner dazu stünden. Interesse gebe es, aber keine konkreten Gespräche, meinte Volker Grahn – doch rund 79 000 Euro seien ein guter Preis für ein künftiges Backbone-Netz. Zumal die Gemeinde die Leerrohre später an Netzbetreiber vermieten und damit Einnahmen erzielen könne. Zwei Gegenstimmen gab es trotzdem. Anke Schwörer-Haag

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