Mehr Platz fürs beliebte Kugelspiel im Freien

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1000 Euro gab's für die neue Boule-Bahn von Dietmar Beisswenger von der Raiffeisenbank Mutlangen.
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Die Boule-Freunde aus Mutlangen dürfen sich über eine dritte Bahn beim Mutlantis freuen.

Mutlangen. Als 2014 der erste Boule-Platz zur Jagd nach der Cochonnette (Zielkugel) in Mutlangen eröffnet wurde, wuchs die Zahl der Spielbegeisterten immer mehr an. Die beiden Boule-Bahnen gerieten so an ihre Kapazitätsgrenze, dass nun eine weitere Bahn zum Spiel auffordert. So können mehrere Gruppen gleichzeitig spielen.

Rund drei Wochen dauerte das Anlegen – und die Boule-Freunde haben selbst Hand angelegt. Etwa beim Rütteln des Untergrunds. Zudem, so schildert Platzwart Josef März, habe man noch eine von einem Spieler gestiftete Linde gepflanzt. Denn beim Boule-Spielen kann es schon mal heißt hergehen, und Schatten ist willkommen. Außerdem wurden ein Tisch und Sitzgelegenheiten von den Boule-Freunden am Platz neben dem Freizeitbad Mutlantis installiert. Über das Engagement freut sich nicht nur Bürgermeisterin Stephanie Eßwein. Auch Dietmar Beisswenger von der Vorstandschaft der Raiffeisenbank Mutlangen gratuliert zur neuen Bahn. Mit im Gepäck hatte er bei der Präsentation einen 1000-Euro-Scheck für die neue Bahn.

Schon die alten Griechen wussten das Spiel mit Steinkugeln zu schätzen. Gar Hippokrates empfahl dies den Menschen. Ab dem Mittelalter ist das Boule-Spiel aus Frankreich bekannt. Und aus dem Alltagsleben der französischen Nachbarn nicht mehr wegzudenken. Allerdings wird seit langer Zeit nicht mehr mit Steinkugeln, sondern mit Metallkugeln gespielt. So wurde die erste Boule-Bahn in Mutlangen auch standesgemäß von den französischen Freunden aus der Partnergemeinde Bouxiéres aux Dames mit einem Freundschaftsspiel eröffnet. Seither trifft man sich immer am Dorffest zur internationalen Partie. „Da machen auch die Ungarn aus Vaskut gern mit“, freut sich Josef März. Er ist es, der jeden Tag auf der „Baustelle“ für die dritte Bahn war, wie die Bürgermeisterin beschreibt. Und als Platzwart auch danach schaut, dass der Kies ordentlich an der Oberfläche liegt. Nach jedem Spiel muss die Fläche mit einem Netz an einer Platte abgezogen werden. Ähnlich wie beim Tennis. „Das Netz hab‘ ich auch vom Tennisverein“, verrät März dankbar.

Mittlerweile zählen die Boule-Freunde aus Mutlangen 16 Köpfe. Neue Gesichter sind willkommen. Man trifft sich dreimal in der Woche zum Spiel. „Wir haben sogar Flutlicht“, deutet Josef März zum Lichtmasten. „Hier ist immer gut was los“, freut er sich über die Resonanz. Auch beim Kinderferienprogramm machen die Boule-Freunde mit, um den Nachwuchs zu begeistern. „Toller Einsatz“, dankt Bürgermeisterin Eßwein.Anja Jantschik

Die Boule-Freunde treffen sich immer dienstags und freitags ab 15 Uhr sowie am Sonntag ab 10.30 Uhr.

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