Ortsbegehung Pfersbach – von Abwasserkanälen bis zum Sonnensegel

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Gut 50 Pfersbacherinnen und Pfersbacher wandern mit Gemeinderat und Bürgermeisterin durch den Ort.
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Was die Pfersbacherinnen und Pfersbacher der Bürgermeisterin und den Mitgliedern des Gemeinderats bei der Vor-Ort-Aktion mit auf den Weg gegeben haben.

Mutlangen-Pfersbach. Es sind die großen Themen, aber auch die kleinen Sorgen, die an diesem Abend zur Sprache kommen. Bürgermeisterin Stephanie Eßwein und Mitglieder des Gemeinderats sind in den Teilort gekommen, um beim Fußmarsch durch die Straßen mit den Pfersbacherinnen und Pfersbachern ins Gespräch zu kommen. Die nehmen dieses Angebot gerne an - über 50 der knapp 280 Einwohner sind gekommen und machen den Rundgang mit. 

Fast 30 Grad zeigt das Thermometer. Beim Start im Schatten am Dorfhaus fühlt sich das noch angenehm an. Schnell macht sich die große Schar dann auf zum derzeit geplanten Wohnbaugebiet Auäcker-Ost. 14 neue Häuser könnten hier entstehen, erzählt die Bürgermeisterin und beschreibt, wie die Erschließung aussehen soll. Schon haken die Pfersbacher ein. Warum auf den Fußweg zwischen den beiden Auäcker-Gebieten nun doch verzichtet wird, ist die erste Frage. Im Gemeinderat habe man das ausgiebig diskutiert und hauptsächlich wegen der Unterhaltungskosten verworfen, erklärt unter anderem Melanie Kaim. Noch viel mehr beschäftigt die Bürger aber die Entwässerung des Gebiets. Schon jetzt gebe es bei Gewittern und Starkregen Probleme, dass das Oberflächenwasser durch den Ort schießt, erklärt zum Beispiel Albert Hieber und berichtet von Hochwasser in seinem Keller, das eindeutig vom Acker komme. Er bezweifelt, dass die jetzt vorgeschlagene Planung das Problem ausreichend berücksichtigt und fürchtet, dass bei künftigen Regenereignissen noch viel mehr Keller unter Wasser stehen könnten. Die Bürgermeisterin nimmt die Schilderungen auf und verspricht den Betroffenen einen Vor-Ort-Termin direkt mit den Planern. Als technische Experten könnten diese sich die Erfahrungen anhören und am ehesten die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Nach dieser ausgiebigen Debatte in der prallen Sonne sind dann alle froh, dass am nächsten Stopp auf dem Spielplatz ein bisschen Schatten zu finden ist. Allerdings längst nicht genug Schatten und das Wenige an der falschen Stelle. Diesen Hinweis, der den Blick auf den Sandkasten lenkt, nimmt Stephanie Eßwein kopfnickend auf. Hier müsse zeitnah Abhilfe geschaffen werden, denkt sie laut über ein Sonnensegel nach. Und hört prompt die Zusage: Wenn das Material geliefert werde, erledigen die Pfersbacher den Rest.

Dafür könnte die Hecke am Spielplatz regelmäßiger geschnitten werden, am besten zweimal im Jahr, nimmt Eßwein als Hinweis ebenso mit wie die Beschwerde, dass der Schnee und die Steine darin im Winter auf Privatgrund geschoben werde oder dass der Überlauf im Bereich Feuersee sich verschoben hat. Hauptamtsleiter Fabian Beißwenger notiert die Anregungen und fotografiert die neuralgischen Punkte. Beim Rundgang wird auch der Zeithorizont für die Sanierung der Kapellenstraße abgefragt. Dies könne frühestens in Angriff genommen werden, wenn Blumen- und Gartenstraße fertiggestellt sind, sagt die Bürgermeisterin.

Der Alfdorfer Straße entlang geht es zur Schreinerei Elser. Der Familienbetrieb hat 2019 mitten im Ort, unweit der Kapelle, eine schmucke Produktionshalle erstellt und coronabedingt mit den Pfersbachern nie Eröffnung feiern können. Das wird an diesem Abend nachgeholt. Juniorchef Fabian Elser lädt die Gäste ein, den Betrieb und die darin befindlichen Maschinen in Augenschein zu nehmen.

Zitat: Wenn das Material dasteht, machen wir den Rest.“

Abmachung zum Spielplatz


Bildunterschrift: Gut 50 Pfersbacherinnen und Pfersbacher wandern mit Gemeinderat und Bürgermeisterin durch den Ort. ⋌Foto: Tom

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