Natur mit allen Sinnen erleben

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Der Plan für den Erlebnisgarten im Wildpflanzenpark wird der Zeit in die Tat umgesetzt. Die vom örtlichen Handels- und Gewerbeverein unterstützte Beschilderung des Parks erklärt wichtige Zusammenhänge in der Natur.
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Was im Wildpflanzenpark auf der Mutlanger Heide derzeit entsteht und warum sich die Projektgruppe um Harald Welzel gerne für das gemeinsame Vorhaben einsetzt.

Mutlangen

Da steht er bereit: stattlich und grün. Und gerade richtig für diesen Zweck. Ein Bauwagen, wie aus dem Bilderbuch. Er muss zwar noch etliche Stunden Arbeit investieren, bis Gerätschaften und Infomaterial hier so untergebracht werden können, wie Harald Welzel sich das vorstellt. Doch ist das ausrangierte Gefährt genau die richtige Ergänzung für den Erlebnisgarten im Wildpflanzenpark, in den der rüstige Ehrenamtler aktuell den Großteil seiner Zeit investiert. „Es macht mir Spaß und es wertet die Gemeinde auf“, erklärt Harald Welzel das Engagement schlicht.

Tatsächlich freut sich der 68-Jährige über das große Interesse der Menschen, die am Zaun des werdenden Erlebnisgartens stehen bleiben, wenn sie auf der Mutlanger Heide spazieren gehen. Alles werde hier darauf ausgerichtet, dass die Bürgerinnen und Bürger die Natur mit allen Sinnen erfahren können - fühlen, sehen, beobachten oder schmecken, sagt Welzel und baut dafür aktuell mit Natursteinen aus einem ehemaligen Hausgarten eine Kräuterspirale. Dort werden bald wohlriechende Küchenkräuter einziehen, die eine Mutlangerin gespendet hat.

Unmittelbar daneben plant Harald Welzel einen Steinriegel, der später Lebensraum werden soll für Insekten und Kleingetier, das Wärme liebt und braucht. Fertiggestellt wird dieser Riegel im Ferienprogramm, so wie der Barfußpfad mit Fichtenstämmen, Split, Donaukies, Sand, Rinde, Zapfen, Ästen, Moos und Baumscheiben, den der ehrenamtlich engagierte Naturkenner im Ferienprogramm 2020 mit Mutlanger Kindern angelegt hat.

Wie viele Fans der Wildpflanzenpark inzwischen hat, merkt Harald Welzel auch an den besonderen Pflanzen, die für das Projekt gespendet werden. Neben den Küchenkräutern für die Schnecke auch Beerensträucher oder besondere Pflanzen wie Adonisröschen, Feldrittersporn oder Königskerzen, die ein Straßdorfer Pflanzenliebhaber zur Verfügung stellen will.

Das motiviert ebenso wie das gute Miteinander in der Projektgruppe, zu deren hartem Kern Elisabeth Bosch, Norbert Gildein, Armin Miller und Alexander Reichenauer zählen. Oder auch die Unterstützung durch andere Vereine oder die Gemeinde - ideell ebenso wie finanziell oder ganz handfest tatkräftig durch Klaus Vogel vom Bauhof, der Tisch und Bank im Erlebnisgarten platziert hat. Und schließlich ist es das Interesse der Schülerinnen und Schüler aus den nahe gelegenen Bildungseinrichtungen, das die Kreativität der Naturexperten anregt. Den Kindern das Wissen um die Zusammenhänge weiter zu geben, ist dem ganzen Team ein großes Anliegen. Deshalb soll der neue, grüne Bauwagen bestückt werden mit jeder Menge Informationsmaterial - zum Lesen, Angucken, Ausmalen und Natur verstehen.

Das große Interesse der Spaziergänger freut mich.“

Harald Welzel

Streuobstsorten und Gehölze

Inzwischen 27 verschiedenen Streuobstsorten, darunter alte Apfelsorten, Quitten, Birnen, Nüsse oder Esskastanien wachsen im Wildpflanzenpark auf der Mutlanger Heide. Schulklassen der Bildungseinrichtungen haben die Bäume mit gepflanzt und ihre Patenschaft übernommen.

Dazu gibt es 15 verschiedene, bienenfreundliche Gehölzarten auf dem Areal - von der Wildkirsche bis zur Salweide.

Bienen und Insekten stehen im Mittelpunkt eines Lehrpfads.

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