Naturstrecke mit eigenem Logo

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Die jugendlichen Nutzer und einige der erwachsenen Organisatoren der Anlage, die den Kids in der Gemeinde ein passendes Angebot im eingenen Ort bieten will.
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Wie und warum die neue Mountainbikestrecke im Igginger Teilort Brainkofen entstanden ist, die im Juli mit einem kleinen Festle offiziell eingeweiht werden soll.

Iggingen. Die Erdhügel sehen beeindruckend aus, junge Biker fahren an und springen drüber: An der Mountainbikeanlage in Brainkofen ist schon reger Sportbetrieb, auch wenn die Strecke noch nicht ganz fertig ist. „Der Feinschliff fehlt noch“, sagt Peter Schmid.

Schon im September 2021 war die Grobmodellierung gemacht worden, bei der die Gemeinde Iggingen mit schweren Gerät geholfen hat. Um den Rest kümmern sich junge Bike-Enthusiasten aus Iggingen, allen voran Luca Jäger und Santino Sinel. Aktiv beim Projekt dabei ist auch eine Gruppe engagierter Eltern um Stefanie und Thomas Kempf, Peter und Anna Schmid und Michael Harz. Einen Verein oder eine Initiative haben sie dafür nicht extra gegründet, man hilft auch so mit, zuletzt bei einer Arbeitsaktion an einem Wochenende.

Für den Feinschliff hat sich Peter Schmid die Hilfe von zwei Experten organisiert: „Wir haben uns Tipps geholt von Pedro da Costa und Franz Bernhard, die die Strecke bei Bettringen Nordwest betreuen.“ Denn so flüssig fahrbar wie die soll die Strecke in Brainkofen am Ende auch werden, nur halt eine Nummer kleiner. Hauptsache, es gibt für die Kids ein Angebot im eigenen Ort. Es wird angenommen: so ein- bis zweimal in der Woche sei sein Junior sicher da, sagt Schmid.

Die Initiative für die Bahn kam von unten. „Das hat mit dem Prozess zur Bürgerbeteiligung angefangen“, erzählt Stefanie Kempf. Den hatte die Gemeinde angestoßen und da sei vor allem von Jugendlichen „eine moderne Sportart“ im Ort gewünscht worden.

Mit Feinschliff meint Peter Schmid übrigens: „Die Abstimmung soll so sein, dass es eine richtige Pumptrack ist, die ohne Treten gefahren werden kann.“ Einen Namen hat die Strecke auch schon: Brainkbike, und in Kürze soll auch ein schön designtes Namensschild aufgestellt werden, dazu wird ein Hinweisschild mit den üblichen Benimmregeln auf Bikestrecken kommen.

Auch das Ok vom TÜV liege schon vor, erzählt Peter Schmid. Einzige Auflage: ein feinmaschiges Zaungeflecht am groben Zaun des Nachbargrundstücks zu befestigen, damit da keine Verletzungsgefahr herrscht.

Zur offiziellen Einweihung der Strecke in Brainkofen soll es voraussichtlich am Samstag, 9. Juli, ein kleines Fest geben, das Programm steht noch nicht exakt fest. „Vielleicht machen wir einen kleinen Contest für die Kinder“, sagt Peter Schmid.

Ein erstes Fazit steht jetzt schon fest: Es ist ein fester Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche entstanden, wo sie Bewegung und Spaß haben können – mit überschaubarem Aufwand, weil es eine Naturstrecke geblieben ist ohne Schotter oder gar Asphalt. Peter Schmid sieht deren Zukunft daher ganz pragmatisch: „Es hat nicht viel gekostet. Und falls es mal vorbei ist, kann man es schnell wieder zuschütten.“

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