Radsportspaß für jedes Alter

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Bennjamin, Niclas, Jürgen Pfander, Susanne Grupp und Lorenz
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Infrastruktur Was drei junge Männer in Ruppertshofen jetzt auf dem anvisierten Pumptrack-Gelände umsetzen möchten und warum dazu ein Verein gegründet werden soll.

Ruppertshofen

Es ist vieles da - und trotzdem fehlt etwas: Die Angebote für Kinder und Senioren in Ruppertshofen seien hervorragend, gepaart mit einer großartigen Vereinslandschaft fänden hier Groß und Klein das passende Betreuungs- oder Freizeitangebot. Was fehlt ist ein Ort für junge Leute, an dem diese sich treffen und „abhängen“ können. Niclas Strobel, Lorenz Agostini und Benjamin Bilzer analysieren nicht nur. Sie packen an.

Alle drei sind begeisterte Radsportler. Dass ihr Wunsch nach einer Funsportanlage und einen Dirtpark in Ruppertshofen so schnell Gestalt annimmt, das hätten die drei jungen Erwachsenen und ihre Unterstützer, Gemeinderätin Susanne Grupp und der begeisterte Radsportler Jürgen Pfander, nicht zu hoffen gewagt. Doch seit sie gefunden ist, tut sich was der Freifläche hinter den Tennisanlagen. Dort türmt sich bereits ein Berg aus 60 Lkw-Ladungen Erdaushub, die von der Ruppertshofener Baufirma Kissling Bau eben gezogen wurden. „Ein grandioser Anblick“ freut sich Susanne Grupp und die Freude wird gleich verdoppelt, denn die Firma unterstützt die jungen Leute kostenlos.

Lange war über den Standort für einen Pump-Track in der Gemeinde diskutiert worden. Schließlich entpuppte sich als einziges infrage kommendes Stück Land die rund 2500 Quadratmeter große Freifläche bei den Tennisanlagen. Den Plan für die Sportanlage haben die Jungs selbst entwickelt, immer mit dem Hintergedanken: es soll eine Sportanlage für Alle werden.

Als das Gelände vermessen war, begannen die konkreten Überlegungen, um das „Optimale aus der Fläche herauszuholen. Lorenz und seine Freunde hätten sich „richtig reingekniet“ loben Grupp und Pfander. Bei Besichtigungen anderer Anlagen wurde zudem „Inspiration“ gesammelt.

Das Ergebnis: Auf der den Tennisplätzen zugewandten Seite soll eine „Dirtline“ entstehen. Der Starthügel soll eine Höhe von rund drei Metern erhalten, diverse „Lines“ in unterschiedlicher Höhe soll Radspaß für Anfänger und fortgeschrittene Mountainbiker, Dirtbiker und BMX-Fahrer bringen.

Da die Dirtline nur aus Erdreich besteht, fallen hier für die jungen Sportler kaum Baukosten an. Anders sieht das bei der gegenüberliegenden Funsportanlage aus, die einen geteerten Untergrund haben wird. Mit rund 300 Metern sei dies ein „Riesenvorhaben“, beschreibt Pfander - womit hier aber bis zu 80 000 Euro nötig werden könnten, wie Pfander aus bereits von ihm begleiteten ähnlichen Projekten weiß. Die Funsportanlage könnten dann alle nutzen, „vom Dreirad bis zum Mountainbike“ erklären die Jungs.

Die Sportanlage wäre etwas „Neues in der Region“ meint Benjamin. Und Niclas ergänzt: hier könnte man das „Gemeinschaftserlebnis und den Spaß in der Gruppe fördern“.

Aus ganz Ruppertshofen bekommen die jugendlichen Sportler und Planer Zustimmung: „Die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat haben sich einstimmig für dieses Vorhaben ausgesprochen, erklärt Susanne Grupp. Und aus der Bevölkerung haben sich Helfer gemeldet, die „bereits die Schaufel geschultert haben“. Bei so viel Unterstützung sehen sich die 19 bis 24-Jährigen ihrem Ziel, die Dirtline in diesem Jahr noch fertigzustellen, ein ganzes Stück näher.

Die Ernsthaftigkeit des Unterfangens untermauern Niclas, Benny und Lorenz mit einem weiteren Schritt, am 16. Oktober soll der Verein „Trailmakers“ aus der Taufe gehoben werden. Ob Interesse in der Bevölkerung besteht? Über 50 Begeisterte aus Ruppertshofen und umliegenden Gemeinden hätten sich bereits gemeldet, meinen die Jungs, darunter auch viele Familien mit kleineren Kindern. Die Vorstandschaft des Vereins möchten sich die Jungs gerne teilen.

Das Grundstück wird dem neuen Verein im Anschluss von der Gemeinde übertragen. Der „offizielle“ Charakter des Projektes durch die Vereinsgründung werte Ruppertshofen einmal mehr auf und erweitert die vorhandenen Sportanlagen um eine Anlage, die es in dieser Form „offiziell“ in der näheren Umgebung nicht gibt. Mit der Sportanlage gehen weitere Visionen einher, hier könnte ein Jugendtreff mit einem Bauwagen und Grillstelle entstehen. Veranstaltungen, wie Rennen und Messen könnten hier sein.

Benjamin, Niclas und Lorenz freuen sich über die hier entstehenden Dirtlines

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