Lob für Spraitbachs Blühstreifen

+
Spraitbach Blühstreifen
  • schließen

Umwelt Warum die Gemeinde einen Teilnahmevertrag mit dem Gesamtprojekt „Blühende Naturparke in Baden-Württemberg“ unterschrieben hat und die Reise es längerfristig hingeht.

Spraitbach

Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die Rückmeldung bekommen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Bürgermeister Johannes Schurr darüber, dass Spraitbach jetzt zum Gesamtprojekt Blühende Naturparke Baden-Württemberg gehört. Das sichere der Gemeinde nicht nur Beratung zu für eine hochwertige Pflege der Blühflächen im Ort, sondern bedeute auch einen Zuschuss von 2600 Euro vom Regierungspräsidium, so dass Saatgut für weitere Flächen gekauft werden könne.

Die Blühstreifen an Straßenrändern und Plätzen in der Gemeinde seien eine wichtige Sache, findet der Bürgermeister. Schon unter seinem Vorgänger habe die Gemeinde mit dieser Aufwertung der Flächen begonnen, Investitionen in insektenfreundliche Flächen seien seitdem noch dringlicher geworden. „Durch die Zerschneidung der Landschaft haben besonders Insekten mit kleiner Flugdistanz Schwierigkeiten, geeignete Futterquellen zu finden. Viele Tankstellen für Insekten können diesem Problem begegnen“, heißt es im Konzept für die Blühenden Naturparke. Deshalb habe er den Teilnahmevertrag gerne unterschrieben, betont Schurr. Zumal die Gemeinde, als für die Aufnahme die in Spraitbach bereits angelegten Flächen bewertet wurden, eine gute Rückmeldung bekommen habe.

Nicht von ungefähr, wie der Bürgermeister verrät: Denn als er die Gemeinde vor zwei Jahren bei einem Blühflächen-Wettbewerb des Regierungspräsidiums angemeldet habe, sei Spraitbach leer ausgegangen. „Da habe ich dann nachgefragt, warum“, erzählt Johannes Schurr. Worauf das RP Beratung angeboten und auch erteilt habe – in Sachen Blühflächenpflege und Vernetzung. Das Konzept werde vom Bauhof nun „gemütlich und sukzessive“ umgesetzt – verbunden mit der Erkenntnis, dass die Blühflächenpflege nicht mehr oder weniger aufwendig sei als das Mähen von Rasenflächen.

Hinzu komme dann noch, dass Bauhofmitarbeiter Karl Janzer den Schotterflächen in Spraitbach den Kampf angesagt hat, erzählt Schurr. Auch die Schotterpflege sei zeitaufwendig, Schotterflächen selbst ökologisch sinnlos. Deshalb werden diese Stück für Stück zurückgebaut – im einen oder anderen Fall vielleicht auch in Blühflächen.

„Im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald haben sich 2021 Murrhardt und Spraitbach dem Projekt angeschlossen“, informiert Projektmanagerin Franziska Hornung. 2021 wurden 18 neue Flächen mit insgesamt 4835 Quadratmetern angelegt.

Die Pflege ist auch nicht aufwendiger.“

Johannes Schurr,, Bürgermeister
  • Blühende Naturparke in Baden-Württemberg
  • Seit 2018 gibt es das Projekt Blühende Naturparke. Seitdem haben sich über 350 Teilnehmende für den Insektenschutz engagiert, zieht das Bündnis der Naturparke Bilanz.
  • Die Zahl der Blühflächen im Gesamtprojekt steigt stetig. In allen Naturparken zusammen kamen 2021 rund 170 000 Quadratmeter Fläche dazu. Insgesamt wurden seit 2018 rund 1100 Flächen in das Projekt aufgenommen und damit knapp 950 000 Quadratmeter Land langfristig auf Blühflächen umgestellt.
  • Die angeschlossenen Naturparke sind: Schönbuch, Obere Donau, Südschwarzwald, Schwarzwald Mitte/Nord, Stromberg-Heuchelberg, Neckartal-Odenwald, Schwäbisch-Fränkischer Wald.

Zurück zur Übersicht: Spraitbach

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare