Von der Kläranlage bis zur Homepage

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Mit Spannung erwarten die Gemeinden Iggingen und Schechingen die Strukturgutachten für ihre Kläranlagen. Diese müssen an die neuesten Anforderungen angepasst werden. Womöglich empfehlen die Experten einen Anschluss an die Kläranlage bei Horn, die ohnehin
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Was die sechs Gemeinden des Verwaltungsverbandes Leintal-Frickenhofer Höhe im anstehenden Jahr an größeren Herausforderungen auf ihrer jeweiligen Agenda stehen haben.

Leintal/Frickenhofer Höhe

Das Jahr hat begonnen - und ist in den Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft Leintal/Frickenhofer Höhe schon ziemlich gut durchgeplant. Besonders in den Gemeinden, die große Projekte vorhaben und dafür Geld aus dem Fördertopf für finanzschwache Kommunen (Ausgleichsstock) benötigen. Welche größeren Projekte in Angriff genommen oder fertiggestellt werden:

In Eschach beschäftigen sich Verwaltung und Gemeinderat derzeit hauptsächlich mit dem Neubau des Kindergartens, für den rund 3,5 Millionen Euro im Haushalt 2021 eingeplant sind und der 2022 fertig gestellt werden soll. Bis zu 129 Kinder können künftig hier betreut werden. Darüber hinaus hat die Erschließung des Neubaugebiets Tann II begonnen und die Verlegung von schnellem Internet für die Bereiche in der Gemeinde, die auf diese wichtige Infrastruktur noch nicht zurückgreifen können (weiße Flecken). Als weitere größere Maßnahme steht die Auswechslung des Kanals in der Schechinger Straße an.

In Göggingen wächst die Vorfreude auf die Inbetriebnahme des neuen Seniorenzentrums, das aktuell im Bereich zwischen Einkaufszentrum und Sportplatz in die Höhe wächst. Darüber hinaus wird sich die Gemeinde mit dem neu gewählten Bürgermeister Danny Kuhl an der Spitze Gedanken über die südliche Ortsmitte machen. Die Veränderungssperre für diesen attraktiven Bereich östlich der Hauptstraße wurde in der jüngsten Sitzung verlängert. Einen Bebauungsplan gibt es seit dem Jahr 2020.

In Iggingen stehen 2022 die Projekte Amtshaus, die Baumaßnahmen in der Hohenstaufenstraße und das Baugebiet „Sonnen-Halden III“ an. Außerdem will die Gemeinde in die Planungen für einen Mensa-Neubau und die Generalsanierung der Grundschule einsteigen. Auch das Betreuungsangebot soll weiter ausgebaut werden. Der Waldkindergarten soll um eine Gruppe erweitert werden und im kommunalen Breitbandnetz steht die Beseitigung der „grauen Flecken“ an. In den Haushalt einstellen will man ausreichend Mittel für die Planung des Feuerwehrhauses und die Erweiterung des Gewerbegebiets. Darüber hinaus ist 2022 der Start der derzeit im Bau befindlichen und später vom DRK betreuten Senioreneinrichtung anvisiert.

In Leinzell stehen große Veränderungen bevor - nicht so sehr im investiven Bereich, denn hier ist nach wie vor die Sanierung des Schulzentrums das alles beherrschende Thema. Vor allem, weil ohne Verschulden der Gemeinde bei den erhofften Fördermitteln ein großer Fehlbetrag aufgefangen werden muss. Das dickste Thema dürfte allerdings - zumindest Anfang 2022 - die Neuwahl des Bürgermeisters sein. Die Stelle wird Mitte Januar ausgeschrieben. Der Wahlsonntag ist für den 27. März terminiert. Ein möglicher zweiter Wahlgang wäre dann am 10. April. Schon im September 2021 hatte Amtsinhaber Ralph Leischner hat angekündigt, dass er für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung steht. Eine der ersten Aufgaben für seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger könnten dann übrigens die weiteren Verhandlungen für den Lückenschluss des lange ersehnten Leintalradweges sein.

In Obergröningen dürften die Pläne für eine Gemeinde-Homepage umgesetzt werden. Und auch das ursprünglich eher kritisch hinterfragte Beharren auf eine digitale Sirene, die die bis dahin genutzte alte ersetzen soll, hat sich als weitsichtig erwiesen. Mit der Flutkatastrophe im Ahrtal wurde dem letzten Zweifler vor Augen geführt, wie wichtig eine akustische Alarmierung ist, damit alle Einwohner im Dorf Bescheid wissen und helfen können.

In Schechingen steht das dickste Investitionsprogramm der letzten Jahre an. Auf der Agenda stehen der Erweiterungsbau für den Kindergarten Regenbogenland ebenso wie die von der Unfallkasse zwingend geforderte Erweiterung des Feuerwehrhauses. Weil für beides dringend Fördermittel benötigt werden, entschied der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, zunächst einen Ausgleichsstockantrag für den rund 960 000 Euro teuren Erweiterungsbau der Feuerwehr zu stellen. Um den rund 2,8 Millionen Euro teuren An- und Ausbau des dann sechsgruppigen Kindergartens finanziell stemmen zu können, brauche Schechingen über diesen Fördertopf für finanzschwache Gemeinden (Ausgleichsstock) hinaus nämlich noch Fachfördermittel. Deshalb sei der Gemeinde geraten worden, zu warten, bis für diese Fälle wieder ein Förderprogramm aufgelegt wird. Das dürfte dann 2023 sein.

Eine akustische Alarmierung für alle braucht es im Dorf.“

Gemeinderat Obergröningen

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