Bald dürfen die Biker auf den Pumptrack

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Der neue Pumptrack beim Waldstetter Sportgelände sieht wohl schon so einladend aus, dass er schon heimlich genutzt wird. Weil der Boden noch verdichtet werden muss, um der Gefahr von Spurrillen vorzubeugen, bittet der TSGV jedoch noch um Geduld bis zur Eröffnung.

Die Strecke beim Sportgelände des TSGV Waldstetten soll bis Mai fertiggestellt sein. Rund 1000 Pflanzen wurden gegen Erosion an den Hügeln eingepflanzt.

Waldstetten

Rund sechs Monate lang wurde am Traum vieler Mountainbiker beim Sportgelände „Auf der Höhe“ in Waldstetten modelliert und gearbeitet. Jetzt ist das Ziel in greifbarer Nähe. „Unsere Hoffnung ist, dass wir den Pumptrack im Mai übergeben können“, kündigt Ewald Schuler vom TSGV an. Dieser tritt auch als Bauherr auf, die Radsportabteilung der Turner und Sportler hatte sich für den Track nachhaltig stark gemacht. Für das Vorhaben spendierte der Hauptverein denn auch einen Projektzuschuss in Höhe von 3000 Euro. Weitere 10 000 Euro spendierte die Gemeinde Waldstetten.

Über die Wintermonate wurde der Parcours angelegt, der unter anderem speziell geformte Hügel und Steilkurven vorweist. Durch den Wechsel zwischen punktgenauem Hochziehen und Niederdrücken des Fahrrads lässt sich der Pumptrack spielend durchfahren. Die Planung und Umsetzung besorgten Pedro Costa und Franz Bernhard, die damit bereits Erfahrung beim Bau der Übungsstrecke in Bettringen gesammelt haben.

Nach dem Baustart am 5. Dezember dauert es nun nicht mehr lange, bis die Biker ihre Technik auf dem Pumptrack verbessern können. Die Strecke bietet ein gutes Sicherheitstraining für Fahrten im Gelände oder im Wald. Alle Generationen sollen von dieser Anlage profitieren, ihr Können auf zwei Rädern verbessern.

Insgesamt 100 Lastwagen-Ladungen Erde wurden angefahren, damit das Gelände optimal modelliert werden konnte. Harmonisch wurden Hügel und Steilkurven in das Gelände in Form eines Dreiecks integriert. Viele Helfer trugen zum Gelingen bei. Sowohl Jugendliche als auch Eltern packten kräftig mit an.

Der örtliche Bauunternehmer Martin Mager sorgte mit schwerem Gerät dafür, dass etwa die Natursteine transportiert werden konnten. Diese finden sich jetzt als Steinriegel am Start und am Ziel der Strecke. Mit von der Partie bei den vielen Helfern war auch ein Syrier, der vor sechs Jahren mit der Familie vor den Kriegswirren in seinem Heimatland geflüchtet ist. Für ihn sei es eine Ehrensache gewesen, stundenlang seine Arbeitskraft im Dienste der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, erzählt Schuler. Im Gegenzug, so beschreibt er, habe er ihm bei Bewerbungen geholfen.

Ökopunkte gesammelt

Auch Schuler selbst war lange Zeit auf der Baustelle „daheim“. Grund: Der langjährige Naturschutzwart beim Schwäbischen Albverein wollte viele ökologische Pluspunkt für die Strecke sammeln. So pflanzte er mittlerweile rund 1000 Zwergmispeln als Bodendecker eigenhändig ein, damit an den Seiten der Erdhügel keine Erosion stattfindet. „Außerdem wird zwischen dem Gelände des Pumptrack und der danebenliegenden Behelfsstraße, die gern von Spaziergängern genutzt wird, eine Hecke gepflanzt“, kündigt er an. Alle Pflanzungen wurden mit dem Naturschutzbund abgesprochen.

Zur Sicherheit noch warten

Obwohl die Strecke noch nicht freigegeben ist, wird sie bereits heimlich genutzt. Was Schuler bedauert. Denn erst in den kommenden Tagen werden die Fahrspuren ordentlich verdichtet, so, dass keine Gefahr durch Spurrillen für die Nutzer entsteht. Er bittet die Biker noch um etwas Geduld. „Aber dann ist die Strecke bereit und befahrbar“, freut er sich auf das neue Angebot, das nicht nur für TSGV-Mitglieder, sondern für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. „Und es ist unsere Hoffnung, dass dies im Mai der Fall sein wird.“

„Unsere Hoffnung ist, dass wir den Pumptrack im Mai übergeben können.“

Ewald Schuler,, TSGV Waldstetten

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