Die „Riesenchance“ nun auch nutzen

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Wollen professionell Entwicklungsprozess Waldstetter Teilort anstoßen: (v.li.) Tamara Stöckle, Monika Schneider, Bernd Seliger, Magdalene Rupp, Dr. Achim Hollenbach, Michael Rembold, Katja Koppelmann, Albrecht Reuß und Sandra Holzherr.
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Im Waldstetter Teilort Wißgoldingen startet am 31. Januar via Zoom-Konferenz der Entwicklungsprozess für alle Generationen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zum Mitmachen aufgerufen.

Waldstetten-Wißgoldingen

Viele Themen stehen in Wißgoldingen auf der Agenda. Zum einen geht es darum, die Dorfgemeinschaft noch lebendiger zu machen. Zum anderen ist der Fokus auf das einstige Löwen-Areal gerichtet. Dabei handelt es sich um eine 1600 Quadratmeter große Fläche gegenüber der Kirche, im Herzen Wißgoldingens, die sich im Besitz der Gemeinde befindet. Hier soll neue Wohnbebauung entstehen, gerne auch mit neuen Wohnformen. Etwa einer Senioren-Wohngemeinschaft. Aber auch Platz für junge Familien.

Auf jeden Fall wolle die Gemeinde Waldstetten hier der Bürgerschaft am Ort viel Raum bieten und auf keinen Fall diese „Riesenchance“ vergeben, wie Bürgermeister Michael Rembold und Ortsvorsteherin Monika Schneider mit Blick auf die Fläche sagen. „Heimat wird zum besonderen Wertbegriff“, schildert Rembold und bedauert, wie die Infrastruktur im ländlichen Raum in den vergangenen Jahren immer weiter ausgedünnt wurde. Hier schloss die Post, da der Nahversorger oder auch die Bank. „Nicht nur in Wißgoldingen“, betont der Bürgermeister.

Und eben diese „hohe Fluktuation“ brauche hauptamtliche Begleitung des Ehrenamts. Um Neues entstehen zu lassen und Vorhandenes bestmöglich zu bewahren und bestenfalls auszubauen. Zumal auch viele Senioren, die im „Dörfle“ alt werden, gerne bleiben wollen. Es gibt eine neue Denke im Quartier“, beschreibt er.

„Lebensraum soll neu gestaltet werden.“ Als ein Entwicklungsprozess, der von der „Basis“ her, also von „unten nach oben“ wächst. So wurde bereits 2020 ein Dorfverein gegründet, der die Ideen und Wünsche der Bürgerschaft bündelt. „Das sind die Kümmerer“, beschreibt Rembold.

Mit dem Landes-Förderprogramm „Quartiersimpulse“ wolle man in Wißgoldingen die lebendige Dorfgemeinschaft nun weiterentwickeln und sich zusammen wichtigen Zukunftsfragen stellen. Angebote für alle Generationen sollen ebenso geschaffen werden wie bedarfsgerechte Nahversorgung, Pflege im Alter, barrierefreier Wohnraum, Begegnungsmöglichkeiten für Jung und Alt und vieles mehr.

Zur Auftaktveranstaltung „Wißgoldingen – wir leben Dorfgemeinschaft“ wird daher am Montag, 31. Januar, zwischen 19 und 21 Uhr digital eingeladen. Mit dem Konferenzsystem „Zoom“ will man sich dann austauschen. Im Projektteam „Quartiersimpulse“ sitzen neben dem Bürgermeister, der Ortsvorsteherin und der Quartiersmanagerin Magdalene Rupp auch Bernd Seliger vom Dorfverein, Katja Koppelmann von der Stiftung Haus Lindenhof, Prozessbegleiterin Sandra Holzherr und Planer Albrecht Reuß.

„Großartige Vorarbeit“ habe der Dorfverein mit seiner Bürgerumfrage geleistet, in der die Bürgerschaft nach Wünschen und Ideen gefragt wurden, findet Michael Rembold. So sind sechs Aktionsgruppen entstanden, die sich um die Themen „Treffpunkt“, „Wohnen im Dorf/Löwenareal“, „Nahversorgung“, „Kinder- & Jugendkooperationen“, „Kultur“ sowie „Natur“ kümmern.

Alle Wißgoldinger seien eingeladen, an der Auftaktveranstaltung teilzunehmen. Großes Projektziel ist es, einen Beitrag für die generationengerechte Gestaltung des Zusammenlebens am Ort zu leisten. „Eine Verbesserung der Lebensqualität für alle“, wie Quartiersmanagerin Magdalene Rupp beschreibt.

Dr. Achim Hollenbach von der Stiftung Haus Lindenhof erklärt, dass Quartiersentwicklung „nicht aufgesetzt werden kann, sondern sich entwickeln muss“.

Prozessbegleiterin Sandra Holzherr will „alle Akteure zusammenbringen“.

Wiederum Albrecht Reuß von der Citiplan GmbH aus Pfullingen nimmt das Löwen-Areal unter die Lupe. „Wir zeigen auf, was auf dem Gelände geht“, beschreibt er. Engagiert von der Gemeinde, werden die Planer eine Machbarkeitsstudie erstellen. Das Ergebnis bekommen dann künftige Investoren „auf dem Silbertablett“, beschreibt er.

Bernd Seliger vom Dorfverein bemerkt: „Super, dass wir so toll unterstützt werden.

Es ist super, dass wir beim Entwicklungsprozess so toll unterstützt werden.“

Bernd Seliger,, vom Wißgoldinger Dorfverein
Neubebauung des Löwenareals ist einer der Hauptthemen im nun startenden Entwicklungsprozess in Wißgoldingen.
Neue Wohnformen auf dem Löwen-Areal und dörfliche Weiterentwicklung sind Themen in Wißgoldingen am 31. Januar ab 19 Uhr.

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