Ein „mitwachsender“ Kindergarten

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Baustart für den neuen Kindergarten an der Rosensteinstraße in Waldstetten. Bis September 2022 sollen die beiden Gruppen bezogen werden.
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Baustart für die neue Einrichtung, die an der Rosensteinstraße in Waldstetten entsteht. Architekt, Planer und Bauunternehmen haben einen sportlichen Zeitplan im Visier.

Waldstetten

Bis September nächsten Jahres soll der neue Kindergarten in Waldstetten stehen. „Ein straffer Zeitplan“, sind Bürgermeister Michael Rembold und Ortsbaumeisterin Maren Zengerle einig.

Bereits bei der Planung hat man Gas gegeben. Architekt Martin Oettle vom Büro Klaiber + Oettle, der beim Architektenwettbewerb im Frühjahr mit seinem Entwurf den Waldstetter Gemeinderat überzeugt hatte, lobte am Montag die tolle Zusammenarbeit mit der Verwaltung. „Die Entscheidungen waren da, wenn wir sie brauchten.“

Und so konnte der offizielle Spatenstich für das 1,9-Millionen-Projekt vollzogen werden. In einem ersten Bauabschnitt werden zwei Betreuungsgruppen entstehen. Zum einen eine Krippengruppe für ein- bis dreijährige Sprösslinge, zum anderen eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten (sieben Stunden) für die über Dreijährigen.

Der Clou an der Planung ist, dass sehr flexibel weitere zwei Betreuungsgruppen angebaut werden könnten – sofern die Nachfrage hierfür besteht. „Und der Bau kann so realisiert werden, dass der Betrieb der dann bestehenden zwei Gruppen nicht gestört wird“, erläutert Maren Zengerle.

Die Waldsteter Verwaltung musste für diesen Neubau sehr zügig agieren, da aktuell 30 Betreuungsplätze fehlen, wie Claudia Kuhn beschreibt. Unter ihrer Federführung wurden die verwaltungstechnischen Voraussetzungen für den neuen Kindergarten an der Rosensteinstraße gebündelt, eingebettet zwischen der Ganztagsschule und der Franz-von-Assisi-Schule, wie Bürgermeister Rembold dankbar beschrieb. Durch die Modulbauweise mit mehreren Bauabschnitten „können wir gut und passgenau reagieren“, schildert der Schultes. Er beschrieb den Neubau als „mitwachsenden Kindergarten“, zumal die Erfahrung gezeigt habe, dass Plätze, etwa bei vielen Zuzüge, schnell benötigt werden.

Auf den Neubau wird eine Fotovoltaikanlage installiert, die in das Stromnetz des Bildungszentrums eingespeist werden kann. Ein Blockheizkraftwerk ist dort bereits im Verbund mit der Hallen- und Schulinfrastruktur vorhanden, sagt Zengerle.

Einen langen Winter darf es heuer nicht geben, sonst wird der eng gestrickte Bauzeitplan durcheinandergewirbelt. Unternehmer Martin Mager, der für den Rohbau verantwortlich zeichnet, stellt nüchtern fest: „Wird und muss klappen.“ Aktuell wird das Gelände vorbereitet und der Erdaushub von Schmid Erdbau vom Haldenhof vollzogen. Die Bagger sind bereits am Werk.

Der Kindergarten ist nur eines von zahlreichen Projekten, die sich im Waldstetter Etat finden. Rund zehn Millionen Euro werden neben dem neuen Kindergarten unter anderem auch ins Breitband (fünf Millionen Euro) investiert, in die Schulsanierung (2,5 Millionen Euro) und etwa in den Umbau der Wißgoldinger Feuerwehr, 400 000 Euro von insgesamt einer Million Euro, aufgeteilt auf zwei Haushalte. Rembold betonte, dass nach wie vor hauptsächlich Bildung und Betreuung die Ausgabeschwerpunkte sind.

Die Trägerschaft des neuen Kindergartens wird der Verein Rentenretter übernehmen, der bereits zwei betreute Spielgruppen in der Musikschule und am Malzeviller Platz betreibt. Vorsitzender René Hahn mit seinen Vorstandskolleginnen.

Sabrina Huber und Kristina Römer sind gespannt auf diese neue Herausforderung. Huber versichert: „Wir haben bereits viele Ideen und freuen uns sehr drauf.“ Sie wird die Geschäftsführung des Kindergartens übernehmen.

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